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ſter, ſo verſchieden und doch ſo einig, die ſich zu einer gemeinſchaftlichen Anbetung ſammeln und jeder nach ſeinem Grade und in der Weiſe, wie er dem göttlichen Mittelpunkte näher ſteht, ſeine Lobpreiſung und Vereh⸗ rung darbringt, und jeder (um zu dem vorigen Gleichniß zurückzukommen) ſein natürliches Lied fingt.“
„Und ſo, Arthur, iſt die Hymne eines Heiligen, die Ode eines Poeten und der Gaſſenhauer eines New⸗ gater Diebs ſo ziemlich das Gleiche nach Ihrer Philo⸗ ſophie,“ ſagte George.
„Selbſt dieſer Spott könnte ſeine Antwort finden, wenn es zur Sache gehörte,“ verſetzte Pendennis, „aber das thut es nicht, und man könnte Ihnen antworten, daß ſelbſt dem elenden Jammerſchrei des Mörders an dem Holze der weiſeſte und beſte aller Lehrer, die wir kennen, der unermüdliche Stärker und Tröſter ein mit⸗ leibiges Gehör und eine gewiſſe Hoffnung in Ausſicht ſtellte. Hymnen von Heiligen! Oden von Dichtern! wer ſind wir, daß wir die Wechſel und Gelegenheiten, die Mittel, Rechtes und Unrechtes zu thun, oder auch nur zu beurtheilen, die den Menſchen gewährt ſind, auch nur zu bemeſſen, und die Regel aufzuſtellen ver⸗ möchten, um ihre Strafen und Belohnungen abzuwä⸗ gen. Wir ſind ſo inſolent und unbeſonnen im Beurtheilen der Sittlichkeit der Menſchen, wie ihrer Intelligenz: wir bewundern dieſen Mann als einen großen Philo⸗ ſophen und erklären den andern für einen Dummkopf, indem wir weder den einen kennen, noch den Betrag der Wahrheit bei den Andern, noch überhaupt die Wahr⸗ heit irgendwo. Wir ſingen das Te Deum für dieſen Helden, der eine Schlacht gewonnen, und De Profun- dis für jenen Andern, der aus dem Gefängniß gebro⸗ chen und ſodann von den Dienern der Polizei wieder eingefangen worden. Unſer Maß von Belohnungen und Strafen iſt äußerſit parteiiſch und mangelhaft und
bis ins Abſurde unzulänglich, — und wir möchten ſie gerne bis in die andere Welt erſtrecken. In die künftige


