Teil eines Werkes 
16. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

E.

und die Pächter aufjauchzen vor Ihrem Sohne wie vor Ihnen, daß der Kellermeiſter ihm den Wein (durch etwas längeres Warten noch beſſer geworden) kredenzt, der jetzt in Ihrem Keller liegt; und daß, wenn Ihre Nacht gekommen, und das Licht Ihres Lebens er⸗ loſchen iſt, ſo gewiß, als der Morgen nach Ihnen und ohne Sie tagt, die Sonne des Glücks und der Schmei⸗ chelei Ihrem Erben ſcheinen wird. Die Leute kommen und wärmen ſich in dem Hofe der Conſols und Acres, der ihn umgibt; die Ehrfurcht wird mit dem Grundbe⸗ ſitz übertragen, von dem er mit all ſeinen Vortheilen, Vergnügungen, der Hochachtung und der Zuneigung, wenn die Reihe an ihm iſt, auf ſeine Lebenszeit der Inhaber wird. Wie lange wünſchen oder erwarten Sie, daß die Leute Ihren Verluſt bedauern? Wie lange gibt man ſich dem Schmerze hin, ehe man anfängt, ſich wie⸗ der zu freuen? Ein hochgeſtellter Mann muß bei ſeinem Feſte als ein lebendes memento mori ſeinen Erben um ſich behalten. Wenn er ſich ſehr feſt an's Leben an⸗ klammert, ſo muß die Gegenwart des Andern ein be⸗ harrlicher Stachel, eine Warnung für ihn ſein. „Halten Sie ſich zum Gehen bereit,“ ſagt der Nachfolger zu Euer Ehren; „ich warte: ich könnte das ſo gut, als Sie inne haben.“

Was hat dieſe Anrede an den denkbaren Leſer zu thun mit den Charakteren dieſer Geſchichte? Wünſchen wir Pen zu rechtfertigen, daß er jetzt einen weißen Hut trägt und die Trauer um ſeine Mutter ſchwächer wird? All die lange Reihe von Jahren, ſeine ganze Laufbahn, alle Ereigniſſe ſeines Lebens, ſo heftig ſie ihn auch be⸗ wegend aufregen mögen: nie können Sie das Heiligen⸗ bild aus ſeinem Herzen entfernen, oder die gebenedeite Liebe aus deſſen Heiligthum verbannen. Wenn er dem Böſen nachgibt, blicken die theuern Augen wehmüthig auf ihn, falls er wagt, ihnen zu begegnen; wenn er recht handelt, Schmerzen duldet, Verſuchungen beſteht,