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Es war in der That ein harter Schlag für die Lady, welche ihres Mannes Schulden ſchon oft gedeckt und eben ſo oft ſeine Schwüre und Verſprechen der Beſſerung empfangen, ſeine Geldleiher und Roßhändler bezahlt, ſeine Häuſer in Stadt und Land ausgeſtattet hatte und jetzt angegangen wurde, im Augenblick dieſe ungeheure Summe, die Strafe für die Verſchwendung ihres feigen Mannes, aufzutreiben.
Es wurde früher ſchon beſchrieben, wie der ältere Pendennis der Rathgeber der Claveringer Familie ge⸗ worden und in ſeiner Eigenſchaft als vertrauter Freund des Hauſes in jeden Raum deſſelben geguckt und ſelbſt in das häßliche Zimmerchen, das Jeder von uns ſcheut, und in welchem nach dem Sprüchwort das Familien⸗ ſkelet eingeſchloſſen iſt, einen Blick geworfen. Wenn der Major des Baronets Geldangelegenheiten nicht kannte, ſo kam es daher, daß Clavering ſelbſt ſie nicht kannte und ſie in einem ſo troſtloſen Labyrinth von Lügen vor ſich und vor Andern verborgen hatte, daß es einem Rathgeber oder Sachwalter unmöglich wurde, ſich eine genaue Kenntniß von dem Stande ſeiner Angelegenheiten zu verſchaffen. Aber über Lady Clavering war der Major viel beſſer unterrichtet und als der Derby⸗Unfall ſich begab, nahm er es auf ſich, all ihren Mitteln ganz vollſtändig auf den Grund zu kommen und war nun genau unterrichtet von den wiederholten ungeheuren Opfern, welche die Wittwe Amory zu Gunſten ihres derzeitigen Gatten gebracht hatte.
Er verbarg ſeine Meinung nicht und hatte dadurch bei Miß Blanche ſich in nicht geringe Gunſt geſetzt, daß Lady Claverings Tochter auf Koſten ihres Sohns durch ihre zweite Heirath ſchwer beeinträchtigt wurde, und hatte in ſeinen Unterhaltungen mit Lady Clavering offen angedeutet, daß für Miß Blanche eine beſſere Vor⸗ ſorge getroffen werden ſollte. Wir haben bereits geſagt, daß er der Wittwe zu verſtehen gab, wie er alle Ein⸗ zelheiten ihrer frühern unglücklichen Geſchichte kenne,


