Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

299

lächerlich vor der Stadt, ward ſeiner ſchwachen und thörichten Mutter zugetragen und ſchließlich zur Kennt⸗ niß des kahlköpfigen Foker senior gebracht.

Als Mr. Foker dieſe unangenehme Kunde erhielt, fand zwiſchen ihm und ſeinem Sohne ein heftiger, pein⸗ voller Auftritt ſtatt, der damit endete, daß der arme, kleine Gentleman auf ein Jahr aus England verbannt wurde, mit der unabänderlichen Weiſung, nach Ablauf dieſer Friſt zurückzukehren, und ſeine Heirath mit ſeiner Couſine zu vollziehen, oder ſich in das Privatleben mit vreihundert per Jahr in Allem zurückzuziehen und weder Eltern noch Brauerei wieder zu ſehen. Mr. Henry Foker begab ſich denn hinweg, und mit ihm' jener Gram und Kummer, der durch die ſtrengſten Douanen frei paſſirt und ſprüchwörtlich den Verbannten begleitet; und mit dieſem Flor über die Augen ſah ſelbſt das Pariſer Boulevard melancholiſch und der Himmel von Italien hwarz aus.

Für Sir Francis Clavering war dieſes Jahr ein höchſt unglückliches: die in dem letzten Kapitel beſchriebenen Be⸗ gebniſſe ſollten den Ruin des Jahres vollenden. Es war dieſes Jahr der Gnade, in welchem, wie unſre Sportingleſer ſich erinnern werden, Lord Harrowhill's Pferd (er war ein klaſſiſch gebildeter junger Edelmann, der die Namen ſeiner Pferde der Jliade entnahm) — wo Podasokys das „Derby“ gewann, zum Schrecken aller Kenner, welche den Namen des gewinnenden Pferdes auf die ſeltſamſten, verſchiedenſten Weiſen ausſprachen und auf Borar hielten, der noch nirgends beim Wettrennen war. Sir Francis Clavering, der vertraut mit ven ſchuftigſten Charakteren der Wettren⸗ nen war, und natürlich ſchätzbare „Belehrung“ hatte, hatte ſchwere Wetten gegen das gewinnende Pferd ge⸗ macht und den Favorite unbedenklich unterſtützt, und das Reſultat davon war, wie ſein Sohn der armen Lady Clavering richtig angab, ein Verluſt von ſiebentauſend Pfund.