291
rückgerufen, welche ihn damit aufzog, daß er unbemerkt vorüber gehen wollte. „Warum er nicht vorher gekom⸗ men ſei? Warum er nicht zum Zwiſchenimbiß gekom⸗ men? Ihre Herrlichkeit war hoch erfreut, wie ſie ihm — wie ſie aller Welt erzählte — daß ſie fünf Pfund in einer Lotterie gewonnen habe. Als ſie Mr. Welbore dieſe Notiz gab, ſah er ſo bedeutungsvoll, ſo ganz weh⸗ müthig darein, daß den Major Pendennis eine unheim⸗ liche Beſorgniß ankam. „Er wollte nach den Pferden und den Schelmen von Poſtillons ſehen, die ſo lange nicht kommen wollten.“ Als er zum Wagen zurückkam, war ſeine gewöhnlich zuvorkommende, ſchmunzelnde Miene durch eine Sorge verdüſtert. „Was fehlt Ihnen?“ fragte die gutmüthige Begum. Der Major gab vor, die Ermüdung und der Sonnenſchein des Tages habe ihm Kopfweh gebracht. Der Wagen rollte von der Rennbahn weg und nahm ſeine Richtung landeinwärts, die nicht am mindeſten glänzendſte Cquipage in dem endloſen pittoresken Feſtaufzuge. Die benebelten Kut⸗ ſcher rollten ritterlich über die Raſen dahin, mitten durch die Reihen der verwunderten Fußgänger und un⸗ ter dem ironiſchen Rufe der kleinen Eſelwagen und Omnibus, den lauten Scheltworten der Reiter und Chaiſenmänner, mit welchen die erbarmungsloſen Poſt⸗ buben in Berührung kamen. Die luſtige Begum war das Ebenbild der guten Laune, wie ſie auf ihrem glän⸗ zenden Kiſſen dalag: die liebliche Sylphide lächelte mit ſchmachtender Eleganz, mancher ehrliche Feiertagmacher drückte ſich mit ſeiner Familie in einen Gig, mancher wohlfeile Dandy arbeitete ſich nach Hauſe auf ſeinem erſchöpften Miethpferde, bewunderte den brillanten Gala⸗ wagen und dachte ohne Zweifel, wie glücklich dieſe vor⸗ nehmen Dandies ſein mußten. Strong ſaß noch auf dem Bock, indem er in gebieteriſchem Tone den Poſtil⸗ lons und der Menge zurief. Maſter Frank wurde in den Wagen gebracht und lag dort an der Seite des Majors, indem er die Wirkungen des beſtändigen Lun⸗


