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„Mein Gott! wie Sie doch Alles wiſſen, Mr. Ar⸗ cher!“ rief die Lady von Paternoſter Row.
„Ich kam zufällig zu der Wiſſenſchaft, weil ich hineingerufen wurde, als die arme Mrs. Pendennis ihr Teſtament machte,“ verſetzte Mr. Archer. „Pendennis' Onkel, der Major, thut ſelten etwas ohne mich; und da er gerne etwas darauf gehen läßt, haben wir ihm den Brodkorb hoch hinaufgebunden, ſo daß er nicht ducks and drakes *) damit ſpielen kann. — Wie befin⸗ den Sie ſich, Mylord? — Kennen Sie den Gentleman, Ladies? Sie haben ſeine Reden in dem Hauſe geleſen, es iſt Lord Rocheſter.“ 3
„Lord Fiddleſtickl“ rief Finucane. „Gewiß, es iſt Tom Staples von dem Morning Advertiſer, Archer.“
„Das wäre!“ ſagte Archer unbefangen. „Nun, ich bin ſehr kurzſichtig, und auf mein Wort, ich glaubte, es wäre Rocheſter. Jener Gentleman dort mit dem doppelten Opernglas (noch ein Wink) iſt Lord John und der große Mann bei ihm, kennen Sie ihn nicht? Es iſt Sir James.“
„Sie kennen ſie, weil Sie ſie in dem Hauſe ſehen,“ murrte Finucane.
„Ich kenne ſie, weil ſie freundlich genug ſind, mir zu erlauben, ſie meine vertrauteſten Freunde zu nen⸗ nen,“ fuhr Archer fort. „Sehen Sie 'mal den Herzog von Hampſhire, was das für ein Muſter von feinem, altem engliſchem Gentleman iſt! der läßt kein Derby hinaus. Archer, ſagte er erſt geſtern zu mir, ich bin auf fünfundſechzig Derbies geweſen, erſchien zum erſten Mal im Feld auf einem ſcheckigen Klepperchen, als ich ſieben Jahre alt war, mit meinem Vater, dem Prinzen von Wales und Oberſt Hanger, und ließ nur zwei Ren⸗ nen hinaus, das eine, als ich die Maſern in Eton hatte, das andere in dem Waterlvojahr, wo ich mit meinem Freunde Wellington in Flandern war.“
*) Enten und Enteriche, ein Kinderſpiel.


