Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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lachend, worüber der Oberſt hinter ſeinem gefärbten Backenbarte tief errothete.“

„Es kann Einer mehr Namen haben, als einen, glauben Sie's nicht, Strong?“ fragte Altamont. „Wenn ich bei einer Lady bin, ſo nehme ich gern einen guten an. Sie nannte mich bei meinem Taufnamen. Sie weinte, daß Ihnen das Herz gebrochen wäre. Ich

kann's nicht aushalten, nicht anſehen, wenn ein Weib

weint — hab's nie gekonnt — ſo lang ich in ſie ver⸗ liebt bin. Sie ſagte, ſie könnte den Gedanken nicht ertragen, daß ich ſo viel Geld in ihrem Hauſe verloren habe; ob ich nicht ihre Diamante und Halsſchnüre nehmen und einen Theil davon zahlen wollte? „Ich ſchwor ihr, ich wollte keines Hellers werth von ihren Kleinodien nehmen, die ich vielleicht auch nicht hoch anſchlug — aber was kann ein Weib mehr thun, als ihr Ein und Alles geben? So lieb ich es, und ich weiß, daß es ſolche in Menge gibt. Ich ſagte ihr, ſie ſollte wegen des Geldes ruhig ſein, denn ich würde keinen rothen Heller bezahlen.

„Dann werden Sie ſie erſchießen,“ rief ſie, „dann tödten ſie mir meinen Ferdinand.“

„Dann morden ſie mir meinen Jack, würde auf franzöſiſch nicht ſo gut gelautet haben,“ bemerkte Strong lachend.

„Kehrt euch nicht an Namen,“ bemerkte der Andere empfindlich; „ein Mann von Ehre kann, denk' ich, ſich nennen, wie er will.“

„Nun, fahren Sie fort in Ihrer Geſchichte,“ ſagte Strong. „Sie ſagte, ſie würden Sie tödten.“

„Nein, ſage ich, das thun ſie nicht: denn ich laß dieſen Schuft von Marquis mich nicht aus der Welt ſchicken, und wenn er Hand an mich legt, ſo ſchlag' ich ihm das Gehirn ein, Marquis hin, Marquis her.“ Darauf fuhr die Gräfin vor mir zurück, als ob ich etwas ganz Entſetzliches geſagt hätte.

„Verſtehe ich Oberſt Altamont recht?“ fragte fie: