eines Oſtindienfahrers ging, bis jetzt, wo ich nahezu fünfzig Jahre alt bin, ſind die Weiber ſtets mein Ruin geweſen. Nun, es war eine von ihnen, und mit ſo ſchwarzen Augen und Juwelen an ihrem Halſe, mit Sattins und Hermelin, wie eine Herzogin, ſag' ich Ihnen — es war eine von ihnen in Paris, die mir den beſten Theil von den tauſend Pfund, mit denen ich fort⸗ gegangen, wegfegte. Habe ich Ihnen noch nie davon erzählt? Nun, ich erinnere mich nicht mehr. Zuerſt war ich ſehr vorſichtig, und da ich eine ſolche Unſumme Geld beiſammen hatte, hielt ich's zu Rath und lebte wie ein Gentleman — Oberſt Altamont, Meurice's Hotel u. ſ. w., ſpielte nie, außer an Wirthostiſchen, und gewann mehr, als ich verlor. Nun, Sir, da war denn ein Burſche, den ich in dem Hotel und auch im Palais Royal ſah, ein ächter und gerechter Dandy mit weißen bocksledernen Handſchuhen und einer Haarbüſchel an dem Kinn. Bloundell⸗Bloundell hieß er, und ich machte auch mit noch einigen Andern Bekanntſchaft, und er bat mich zum Diner und nahm mich mit in die soirées der Frau Gräfin de Foljambe. Was das ein Weib war, Strong! — Was für ein Auge, welche Hand auf dem Piano. Gott ſteh mir bei, ſie ſetzte ſich nieder, ſang Ihnen und ſchaute Sie an, bis ſie Ihnen beinahe die Seele aus dem Leibe trillerte. Sie bat mich, jeden Dienſtag zu ihren Abendparthien zu kommen; und hab' ich da nicht Opernlogen genommen und bei dem Reſtaurateur ihr Diners gegeben? Aber ich hatte ein Glück an den Spieltiſchen und bei Diners und Opernlogen ging des armen Clavering's Geld nicht darauf. Nein, hol' mich der Henker, es wurde auf andrem Wege verpufft. Eines Abends bei der Gräfin waren mehrere von uns beim Nachteſſen — Mr. Bloundell⸗Bloundell, Ehren Deuceace, der Mar⸗ quis de la Tour, lauter Ausbund Nobleſſe, Sir, und auf der Höhe der Faſhion, wo wir dann Souper und Champagner im Ueberfluſſe hatten und dann wieder von
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


