Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

308

eine ſupreme Verachtung gezeigt hatte. Er ſagte der ſatisfazirten und nichts ahnenden Lady, daß er zu Parthien gehe, weil er die Welt ſehen müßte, er ſagte ihr, daß er in das franzöſiſche Theater gehe, weil er ſich in der Sprache vervollkommnen müßte, und es gäbe keine beſſere Lektion als ein Luſtſpiel oder ein Vaude⸗ ville — und als eines Abends die erſtaunte Lady Agnes ihn auſſtehen und tanzen ſah, und ihn über ſeine Eleganz und Lebhaftigkeit bekomplimentirte, behauptete der lügen⸗ hafte kleine Schelm, daß er in Paris tanzen gelernt, während Anatole wußte, daß ſein junger Gebieter ins geheim in eine Akademie in der Bräuerſtraße ging und dort einige Stunden des Morgens ſtudierte. Das Kaſino unſerer modernen Tage war noch nicht erfun⸗ den, oder für jetzt noch in ſeiner Kindheit, und Gent⸗ lemen von Mr. Fokers Zeit hatten es nicht ſo leicht, die Wiſſenſchaft des Tanzens zu erlangen, welcher unſre gegenwärtige Jugend ſich erfreut.

Der alte Pendennis verfehlte ſelten in die Kirche zu gehen; er betrachtete es als ſeine Pflicht als Gent⸗ leman der Anſtalt der öffentlichen Anbetung ſeinen hohen Schutz zu verleihen, und daß es ganz ſolid erſcheine, am Sonntag in der Kirche geſehen zu werden. Eines Tages begab es ſich, daß er und Arthurzuſammen dahin gingen; der Letztere, der jetzt in hoher Gunſt war, hatte mit ſeinem Oheim frühſtücken müſſen, von deſſen Wohnung ſie über den Park nach einer Kirche gingen, die nicht weit von Belgrave Square war. Dort war eine Almoſenpredigt bei St. James's, wie der Major wußte aus den Zetteln, welche an den Pfeilern ſeiner Pfarrkirche angeſchlagen waren, was wahrſchein⸗ lich Urſache war, daß er, der ein ſehr haushälteriſcher Mann war, es an jenem Tag vergaß, überdieß hatte er andere Abſichten für ſich und Pen. Wir wollen in die Kirche, Sir, über den Park und dann, bei Gott, wollen wir zu Claverings gehen, und ſie freundlich um einen Zwiſchenimbiß bitten. Lady Clavering hat es gern,