Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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„O, ſehr,“ ſagte Mama, welche ſelbſt eines der gutmüthigſten Weiber war.

„Und Sir Francis, er ſpricht nicht viel vor Ladies, aber nach dem Diner führt er ungemein ſtark das Wort, Ma'am — ein höchſt angenehmer, wohlunterrichteter Mann. Wann willſt Du ſie zum Diner bitten? Sieh Dir einen baldigen Tag aus;“ und in Lady Agnes Taſchenbuch ſehend, wählte er einen aus, zwiſchen dem blos vierzehn Tage (ein Menſchenalter ſchienen dieſe vierzehn Tage dem jungen Gentleman) mitten inne la⸗ gen, als die Clavering nach Grosvenor Street eingeladen wurden.

Die fügſame Lady Agnes ſchrieb die verlangte Ein⸗ ladung. Sie war gewohnt, ſo zu thun, ohne ihren Gatten um Rath zu fragen, der ſeine eigenen Geſell⸗ ſchaften und Gewohnheiten hatte und ſeiner Gattin überließ, ihre Freunde allein bei ſich zu ſehen. Er ſah nach der Farte; aber auf der Einladung war eine Auslaſſung, die ihm ganz und gar nicht gefallen wollte.

„Du haſt Miß, — wie heißt ſie doch? — Miß Emery, Lady Clavering's Tochter, nicht eingeladen.

„O, das kleine Geſchöpf!“ rief Lady Agnes. „Nein ich glaube nicht, Harry.“

„Wir müſſen Miß Amory bitten,“ ſagte Foker — Ich — ich muß Pendennis einladen und — und er iſt ſehr gut auf ſie zu ſprechen, glaubſt Du nicht auch, daß ſie ſehr ſchön ſingt, Ma'am 7“

„Ich dachte, ſie ſei etwas vorwitzig, und hörte nicht auf ihren Geſang. Sie ſang blos für Dich und Mr. Pendennis, wie mir ſchien. Aber ich will ſie einladen, wenn Du es haben willſt, Harry,“ und ſo wurde denn Miß Amory's Name mit dem ihrer Mutter auf die Karte geſchrieben.

Nachdem dieſes Stückchen Diplomatie ausgeführt war, umarmte Harry ſeine zärtliche Mutter mit der größten Affektion und zog ſich in ſeine eigenen Gemächer zurück, wo er ſich auf ſeine Ottomane ausſtreckte und