287
zu beſuchen, konnte Foker nur ſehr ſelten vermocht werden. Er ſchwor, er wolle lieber in die Tretmühle gehen, als dort verweilen. Er war bei deſſen Bewoh⸗ nern nicht ſehr beliebt. Lord Erith, Lord Rosherville's Erbe, betrachtete ſeinen Vetter als eine gemeine Per⸗ ſon, von kläglich gemeinen Sitten, Gewohnheiten und Manieren, während Foker ihn mit gleichem Rechte für einen Hochmuthsnarren und Dummkopf, die Schlaf⸗ haube des Unterhauſes, für eine Schmach des Spre⸗ chers und für den langweiligſten aller philanthropiſchen Schwätzer erklärte. Auch konnte ihm George Robert, Earl von Graveſend und Rofherville, nie vergeſſen, daß der junge Gentleman eines Abends, als er ſich herab⸗ ließ, mit ſeinem Neffen Billard zu ſpielen, ſeine Lord⸗ ſchaft mit dem Billardſtocke in die Seite ſtieß und ſagte: „Nun alter Göckel, ich habe ſchon manchen ſchlech⸗ ten Stoß in meinem Leben geſehen; aber nie ſah ich einen ſo ſchlechten wie den da.“ Er ſpielte die Parthie mit engeliſcher Sanftmuth zu Ende, denn Harry war ebenſowohl ſein Gaſt als ſein Neffe; aber er hätte in der Nacht beinahe ſeinen Anfall bekommen, und hielt ſich in ſeinen Zimmern, bis der junge Harry Drum⸗ mington verließ und nach Orbridge zurückkehrte, wo der intereſſante junge Mann ſeine Erziehung vollendete. Es war ein ſchrecklicher Schlag für den ehrwürdigen Earl, es wurde in der Familie nie auf den Umſtand angeſpielt. Er vermied Foker, ſo oft er ſie in London oder auf dem Lande beſuchte und konnte kaum dazu ge⸗ bracht werden, ein how d'ye do? gegen den jungen Läſterer hervorzuathmen. Aber er wollte ſeiner Schwe⸗ ſter Agnes nicht durch Verbannung Harry's aus der Familie überhaupt das Herz brechen, noch konnte er auch wirklich mit Mr. Foker, dem Aeltern, brechen, zwiſchen welchem und Seiner Lordſchaft verſchiedene Privatver⸗ handlungen ſtatt fanden, welche einen Austauſch von Handzügen von Mr. Foker und Handſchriften von dem Earl ſelbſt zur Folge hatten, bei denen die Chiffern


