Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

280

„Nun, Sir, was denken Sie jetzt davon, nun bin ich ein Gentleman oder nicht?“ und ſank auf den erſten leeren Stuhl nieder. Sir Franeis Clavering ſtotterte furchtſam des Oberſten Namen gegen ſeinen Gaſt Mr. Welbore. Welbore und ſeine Excellenz begann alsbald Wein zu trinken und auf die Geſellſchaft umherzublicken mit dem wunderbarſten Stirnrunzeln und hin und wie⸗ der mit dem einſchmeichelndſten Lächeln und brachte heckernd Lobeserhebungen über den Wein, von dem er in ſich ſog.

„Ein ſehr ſonderbarer Mann. Hat lange Zeit an einem Eingebornenhof in Indien gelebt,“ ſagte Strong mit großer Gravität, da den Chevalier nie die Geiſtes⸗ gegenwart verließ — „an jenen indiſchen Höfen bekom⸗ men ſie ganz abſonderliche Gewohnheiten.“

„Ganz gewiß,“ bemerkte Major Pendennis trocken und verfluchte die Geſellſchaft, in die er gerathen war.

Mr. Foker war vergnügt über den neuen Ankömmling. „'s iſt der Mann, der in der Hinterküche das Malaien⸗ lied zu ſingen pflegte,“ flüſterte er Pen zu. „Koſten Sie dieſen Ananas, Sir,“ ſagte er dann zu Oberſt Al⸗ tamont, „'s iſt ein ungemein ſchöner.“

„Ananas — ich habe die Schweine mit Ananas füttern ſehen,“ ſagte der Oberſt.

„Alle Schweine des Nawaub von Lucknow werden mit Ananas gefüttert,“ flüſterte Strong gegen Major Pendennis.

„O, ganz gewiß,“ antwortete der Major.

Sir Francis Clavering ſuchte indeſſen den Zuſtand des neuen Ankömmlings gegen feinen Bruder Gaſt zu entſchul⸗ digen und brummte etwas über Altamont, daß erein außer⸗ ordentlicher Charakter ſei, ſehr excentriſch, ſehr — in⸗ diſche Gewohnheiten habe — die Regeln der engliſchen Geſellſchaft nicht verſtehe — worauf der alte Welbore, ein kluger, alter Gentleman, der ſeinen Wein mit großer Regelmäßigkeit trank, ſagte, „das ſcheine ziemlich klar.“

Als der Oberſt ſodann Pen's ehrliches Geſicht ſah,