Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

272

hinabzuführen; aber das Loos beſchied ſie dießmal Pen, da Mr. Fokern in Folge ſeines höhern Rangs als En⸗ kel eines Earls die Beſtimmung zufiel, Mrs. Welbore zu eskortiren.

Aber obgleich er während der Treppenparthie von dem Gegenſtande ſeiner Wünſche getrennt war, fand ſich der entzuckte Foker doch an der Dinertafel an Miß Amory's Seite und ſchmeichelte ſich, ſehr gut manövrirt zu haben, um ſich dieſen glücklichen Platzzu ſichern. Esiſt jedoch mög⸗ lich, daß der Zug nicht ſein eigener, ſondern von einer andern Perſon gethan worden war. Blanche hatte ſo die beiden jungen Männer je einen auf jeder Seite, und Jeder ſuchte artig und angenehm zu erſcheinen⸗

Foker's Mama, die von ihrem Platze aus ihren Liebling im Auge hatte, war von ſeiner Lebhaftigkeit überraſcht. Harry ſprach beſtändig mit ſeiner ſchoönen Nachbarin von der Topik des Tages.

„Taglioni in der Sylphide geſehen? Bringen Sie mir jenes souprame einer Volile (für supréme de volaile) noch einmal, wenn's gefällig iſt (dieß war an den Bedienten in ſeiner Nähe gerichtet), ſehr gut: kann mir nicht denken, woher die souprames fommen; muß mich wundern, was aus den Schlegeln des Ge⸗ flügels wird. Sie iſt zum Küſſen in der Sylphide, nicht wahr?“ Und er begann ſehr gütig die hübſche Arie zu ſummen, welche das hübſcheſte aller Ballete durchläuft, jetzt verhallt mit der ſchönſten und graziöſeſten aller Tänzerinnen. „Wird das junge Volk je ſo was Be⸗ zauberndes, ſo was Klaſſiſches, ſo was, gleich Taglioni, ſehen?“

„Miß Amory iſt ſelbſt eine Sylphe,“ ſagte Mr.

n.

„Welch herrliche Tenorſtimme Sie haben, Mr. Foker!“ ſagte die junge Lady. „Sie haben ſie gewiß recht kultivirt. Ich ſinge ſelbſt ein wenig. Es würde mir Vergnügen machen, mit Ihnen zu ſingen.“

Pen erinnerte ſich, daß ganz ähnliche Worte von der

Pe