Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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ner Erinnerung immer kontraſtiren gegen die grossièreté der bäuriſchen Bevölkerung, die nicht würdig ſei, ein ſolches Kleinod zu beſitzen.“ Eine Innigkeit der ver⸗ trauteſten Art entſprang ſo zwiſchen der Putzmacherin und dem Küchenoberhaupt; aber ich weiß nicht, ob Madame mit Vergnügen oder mit Demüthigung die Freundſchaftserklärungen, welche der junge Kleide ihr darbrachte, aufnahm, denn er nannte ſie beharrlich „la respectable Fribsbi, la vertueuse Fribsbi“ — — und betheuerte, daß er ſie als ſeine Mutter betrachten würde, während er hoffe, ſie würde ihn als ihren Sohn anſehen. Ach es ſei noch nicht gar ſo lange, dachte Fribsby, daß dieſe Worte in der theuren franzöſiſchen Sprache an ſie gerichtet wurden und ſie ſeufzte mit einem Blicke auf das Bild ihres Carabiniers, denn es iſt erſtaunlich, wie jung gewiſſer Leute Herzen bleiben, während ihre Häupter eines fremden Lockenſchmuckes, oder einer klei⸗ nen Haartinktur bedürfen, und in dieſem Augenblick fühlte ſich Madame Fribsby ſo romantiſch als ein Mäd⸗ chen von achtzehn.

Als die Unterhaltung dieſe Wendung nahm — und bei ihrer erſten Vertraulichkeit war Madame Fribsby ziemlich geneigt, ihr dieſe Richtung zu geben — wollte der Alcide immer höflicherweiſe auf einen andern Ge⸗ genſtand übergehen. Als ſeine Mutter wollte er die gute Putzmacherin beſtändig anſehen: er wollte ſie in keiner andern Eigenſchaft anerkennen und mit dieſem Verwandt⸗ ſchaftsgrade mußte ſich die gütige Lady endlich zufrieden geben, als ſie fand, wie tief das Herz des Kunſtver⸗ wandten anderswo engagirt war.

Es dauerte nicht lange, ſo beſchrieb er ihr den Gegenſtand und den Urſprung ſeiner Leidenſchaft.

„Ich erklärte mich ihr,“ ſagte der Aleide, indem er die Hand auf das Herz legte, „auf eine Weiſe, die eben ſo neu war, als ich mit Vergnügen denke, daß es angenehm war. Wohin kann die Liebe nicht durchdringen, reſpektale Madame Fribsby? Cupido iſt der Vater