Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1850)
Entstehung
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der Empfindung! — ich fragte die Diener, welche Ge⸗ richte Mademviſelle mit dem größten Vergnügen koſte? und führte darnach die kleine Batterie auf.

„Eines Tags, als ihre Aeltern ausgegangen waren, um in der Welt zu diniren (und ich muß mit Bedauern ſagen, daß ein grossier diner bei einem Reſtauxatenr in dem Boulevard oder in dem Palais Royal die Wonne dieſer unveredelten Perſonen auszumachen ſchien), be⸗ wirthete die bezaubernde Miß einige Freundinnen der Pen⸗ ſion, und ich rieth ſelbſt, ein kleines Mahl, das für ſo delikate junge Gaumen paßte, hinauf zu ſchicken. Ihr lieblicher Name iſt Blanche, der Schleier des Mädchens iſt weiß und der Roſenkranz, den ſie trägt, iſt weiß, und ich beſchloß, daß mein Diner ſo fleckenlos als der Schnee ſein ſollte. Zur gewohnten Stunde und ſtatt des rohen gigot à l'eau, welches gewöhnlich bei ihrer nur zu einfachen Tafel ſervirt wurde, ſandte ich ihr ein kleines potage à la reine — à la reine Blanche nannte ich ſie — ſo weiß wie ihr eigner Teint, und gefertigt mit der wohlriechendſten Créme und mit Mandeln; dann brachte ich an ihrem Schreine ein flet de merian à l'Agnes und ein delikates plat, welches ich bezeich⸗ nete als Eperlan à la Sainte Thérèse und von dem die bezaubernde Miß mit Vergnügen genoß. Ich ließ dieſem zwei kleine Entrées von Kalbsbröschen und jun⸗ gen Hühnern folgenz; braune couleur trug bei meiner Bewirthung allein ein kleiner Lammbraten, den ich in eine Aue von Spinat legte, umgeben von eroustillons, welche Schafe vorſtellten und mit Maßlieben und an⸗ dern wilden Blumen verziert waren. Hierauf kam mein zweiter Gang: ein Pudding à la BReine Flizabeth (welche, wie Madame Fribsby weiß, eine jungfräuliche Fürſtin war), ein Gericht opalfarbiger Regenpfeifer⸗Eier, die ich Nid de tourtereaux à la Roucoule nannte, in⸗ dem ichmitten unter ſie zwei jener zärtlichen Vögel placirte, die einander ſchnäbelten und mit Butter bereitet waren; ein Korb enthielt kleine gateaux d'abricots die, wie ich