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daß Madame Fribsby allein unter allen Leuten in Cla⸗ vering, allein unbewegt und gleichgiltig geblieben ſein ſollte. Bei der erſten Erſcheinung des Parks in der Kirche bemerkte Madame jeden Toiletteartikel, den die Ladies trugen, von ihren Hüten bis auf ihre Brodequins, und muſterte den Anzug der Zofen der Ladies in dem ihnen zugetheilten Kirchſtuhle. Wir fürchten, daß Dok⸗ tor Portmans Predigt, obgleich ſie eine ſeiner älteſten und geſchätzteſten Kompoſitionen war, an jenem Tage wenig Wirkung auf Madame Fribsby hatte. Sehr we⸗ nige Tage darauf hatte ſie für ſich ſelbſt eine Beſpre⸗ chung mit Lady Claverings vertrauter Dienerin, in des Hausverwalters Zimmer in dem Park, und ihre Karten franzöſiſch und engliſch, welche angaben, daß ſie von ihrer Korreſpondentin, Madame Viktorine, die neueſten Moden erhielt, und daß ſie großes Geſchick habe, Hof⸗ und Ballanzüge für den hohen und niedern Adel in der Grafſchaft zu machen, waren im Beſitze von Lady Cla⸗ vering und Miß Amory, und wurden, wie ſie ſo glück⸗ lich war, zu hören, von dieſen Ladies günſtig aufge⸗ nommen.
Mrs. Bonner, Lady Clavering's Kammerfrau, wurde bald eine fleißige Beſucherin von Madame Fribsby's Ge⸗ ſellſchaftszimmer und nahm an vielen Bewirthungen auf Koſten der Putzmacherin Theil. Ein Mahl mit grünem Thee, Skandal, heißem Sally⸗Lunn⸗Kuchen und ein we⸗ nig Novellenleſen ſtand Mrs. Bonner immer zu Dienſt, ſo oft ſie einen Abend in der Stadt zubringen konnte, und ſie fand viel mehr Zeit für dieſe Vergnügungen, als ihre jüngere Kollegin Miß Amory's Zofe, die ſelten für einen Feiertag entbehrt werden konnte, und von der unerbittlichen kleinen Muſe, ihrer Gebieterin, ſo hart als ein Faktoreimädchen in Arbeit geſetzt ward.
Die Muſe liebte, ſich anſtändig zu kleiden, und da ſie eine lebhafte Phantafie und einen poetiſchen Drang zur Abwechslung hatte, ſo mußte ſie tagtäglich eine Variation in ihrem Anzuge machen. Da ihr Mädchen


