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wiſſen, ſelbſt die Geheimniſſe des weiblichen Herzens, welche die Eigenthümerinnen vielleicht ſelbſt nicht ken⸗ nen, ſo können wir angeben, daß Mademoiſelle Betſy⸗ wie Miß Amory damals genannt wurde, zarte Regun⸗ gen für einen jungen Savoyarden⸗Orgelmann fühlte, von dem ſie ſich nicht nehmen ließ, daß er ein aus dem Schvoße ſeiner Eltern entführter Prinz ſei; daß in ihrem zwölften Jahr ein alter häßlicher Zeichnungslehrer — (ach, welches Alter, welche perſönliche Mängel ſind bom⸗ benfeſt gegen weibliche Liebe ²) ihr junges Herz agitirt hatte, und daß in ihrem dreizehnten, als ſie in Ma⸗ dame de Carmels Penſion war, in den elyſeiſchen Fel⸗ dern, welche, wie Jedermann weiß, die nächſte Thüre zu Monsieur Bogron's (Ritters der Ehrenlegion) Penſion für junge Gentlemen war, ſich ein Brief⸗ wechſel zwiſchen der seduisante Miss Betsi und zwei jungen Gentlemen von dem College Charlemagne entſpann, welche Penſionäre des Chevalier Rogrons waren.
In dem frühern Abſchnitt hatte unſere junge Freun⸗ din einen andern Taufnamen, als derjenige iſt, unter dem wir ihr in letzter Zeit vorgeſtellt wurden. That⸗ ſache iſt, daß Miß Amory⸗ daheim Miſſy genannt, wirk⸗ lich zuerſt Betſy getauft worden war, aber mit ihrem eigenen Willen und ihrem Dafürhalten den Namen Blanche angenommen und ſich damit geſchmückt hatte, und die Waffe, welche der Baronet, ihr Stiefvater, zum Schrecken wie ein Damoklesſchwert über ihr aufgehängt hatte, war die Drohung, ſie öffentlich bei ihrem Namen Betſy zu nennen, eine Drohung, durch welche ſie oft es ſo fügte, daß ſie die junge Rebellin in Ordnung hielt.
Wir haben ſo eben von Kinderpuppen und von der Art geſprochen, womit dieſes kleine Volk ihre theuern
Docken vorziehen oder vernachläßigen, und ſehr wahr⸗
ſcheinlich wird dieſe Geſchichte zeigen, daß Miß Blanche ihre lebendigen Puppen mit gleich mäbchenhafter Unbe⸗


