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Ich will Sie nicht Miß Bell nennen, nenne Sie Laura. Ich bewunderte Sie ſo in der Kirche. Ihr Kleid war nicht recht gemacht, noch Ihr Hut ganz friſch; aber Sie haben ſo ſchöne, graue Augen und einen ſo lieblichen Teint.“
„Dank Ihnen,“ ſagte Miß Bell lachend.
„Ihr Vetter iſt ſchön und weiß es auch. Er iſt unzufrieden de sa personne. Er hat die Welt noch nicht geſehen. Hat er Talent? Hat er unglücklich geliebt? eine Lady, ein kleines Frauenzimmer, in einem zerrunzelten Satin und Sammtſchuhen — eine Miß Pybus kam hierher und ſagte, er ſei in der Liebe nicht glücklich geweſen. Auch ich hatte Unglück — und Sie, Laura: iſt Ihr Herz nie gerührt worden?“
Laura verneinte; aber vielleicht erröthete ſie ein wenig bei dem Gedanken oder der Frage, ſo daß die Andere ſagte, — „ach, Laural ich ſehe Alles. Es iſt der ſchöne Vetter. Sagen Sie mir Alles; ich liebe Sie bereits wie eine Schweſter.“
„Sie ſind ſehr gütig,“ ſagte Miß Bell lächelnd, „und — und man muß geſtehen, es iſt eine ſehr plötz⸗ liche Zuneigung.“
„Alle Zuneigungen ſind ſo. Es iſt eine Elektricität — eine Unwillkührlichkeit; es iſt was Augenblickliches. Ich wußte, ich würde Sie lieben von dem Augenblicke an, da ich Sie ſah. Fühlen Sie's nicht auch ſelbſt?“
„Noch nicht,“ ſagte Laura; „aber — ich darf es wohl ſagen, ich werde es, wenn ich's verſuche.“
„So nennen Sie mich denn bei meinem Namen.“
„Aber ich weiß ihn nicht,“ entgegnete Laura.
„Ich heiße Blanche — iſt's nicht ein hübſcher Name? nennen Sie mich ſo.“
„Blanche — in der That, ein hübſcher Name.“
„Und während Mama mit der freundlich ausſehen⸗ den Lady ſpricht — wie iſt ſie mit Ihnen verwandt? Sie muß einmal ſehr hübſch geweſen ſein, aber es iſt passé; ſie iſt nicht recht behandſchuht, aber ſie hat eine hübſche Hand — und während Mama mit ihr ſpricht,


