16
mit das Landvolk einen Beſuch erwartet. Ein Cockney ²) fommt unter ſie, und ſeine ländlichen Unterhalter ge⸗ denken ſeiner Jahre lang, nachdem er ſie verlaſſen und ſehr wahrſcheinlich vergeſſen hat — weit weg von ihnen auf die endloſe Londoner See getrieben; aber die In⸗ ſulaner erinnern ſich noch lange des Seemanns, nach⸗ dem er fort geſegelt und können dir erzählen, was er ſagte, was er auf dem Leibe trug, wie er ausſah und wie er lachte. Kurz ein neuer Ankömmling iſt auf dem Lande ein Ereigniß, das wir nicht verſtehen, die wir nicht wiſſen, wer nächſt unſerer Hausthür wohnt.
Als die Zimmermaler und Tapezierer in dem Hauſe ihr Werk gethan, und es unter Kapitän Strongs Ober⸗ aufſicht ſo verſchönert hatten, daß er auf ſeinen Geſchmack ſtolz ſein konnte, kündigte dieſer Gentleman an, daß er nach London gehen würde, wo die ganze Familie mitt⸗ ler Weile ungekommen war, um ſie nächſtdem in ihr wie⸗ dergeborenes Herrenhaus einzuführen.
Detachements von Domeſtiken zogen ihnen voraus. Wägen kamen auf der See herab und wurden mit Pfer⸗ den, welche zuvor unter der Fürſorge von Stallknechten und Kutſchern eingetroffen, von Baymouth herüberge⸗ bracht. Eines Tags brachte die Poſtkutſche auf ihrem Giebel zwei große, trübſelige Männer herab, die mit ihren Koffern an der Parklodge abgeſetzt wurden, die Meſſieurs Frederic und James, Bedienten aus der Hauptſtadt, die nicht gegen das Leben auf dem Lande waren und Gala und andere Anzüge der Claveringer Uniform mit ſich brachten.
An einem andern Tage ſetzte die Poſtkutſche an dem Thor einen fremden Gentleman ab, der mit vielen Löck⸗ chen und Ketten geziert war. Er machte großen Lärm an dem Lodgenthor gegen des Jägers Frau, (welche als eine Frau vom Lande aus dem Weſten ſein Eng⸗ liſches oder ſein Gascogner⸗Franzöſiſch nicht verſtand)
*) Spottname der Londoner, ein ſüßer Herr.


