Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſicht — denn Verzeihen lieben gewiſſe Frauen am meiſten.

Wir dürfen überzeugt ſein, daß die Wittwe, welche ein anderes Ziel verfolgte, keine Zeit verlor, Pen eine

Schilderung von dem edlen, großmüthigen, glänzenden

Anerbieten Lauras zu machen, indem ſie ihren Brief mit einer Fülle von Segnungen für ihre beiden Kinder ſpickte. Wahrſcheinlich war es die Kenntniß dieſer Geld⸗ verbindung, welche Pen tief erröthen machte, als er Laura ſah, welche in der Halle wartete und nur dießmal

die kleine Uebereinkunft brach, von der wir geſagt ha⸗

ben, daß ſie zwiſchen ihr und Arthur in den letzten paar Jahren beſtand. Aber wahr iſt, daß in dieſem Kapitel zuviel ſchon vom Küſſen geſprochen worden.

So kam der verlorene Sohn nach Haus, und das gemäſtete Kalb wurde für ihn geſchlachtet und er wurde ſo glücklich gemacht, als zwei einfache Frauen ihn ma⸗ chen konnten. Keine Anſpielungen wurden auf den Orbridger Unfall gemacht, noch Fragen über ſeine Zu⸗ kunft gethan. Aber Pen debattirte ſie ängſtlich in ſeinem eigenen Geiſt und oben auf ſeinem eigenen Zimmer, wo er viele Zeit in Nachdenken zubrachte.

Wenige Tage nach ſeiner Heimkunft ritt er auf ſeinem Roſſe nach Chatteries und kam oben auf der Kutſche zurück. Er benachrichtigte ſeine Mutter, daß er das Pferd zum Verkaufe zurückgelaſſen habe, und als die Operation vorüber war, händigte er ihr den Betrag ein, den ſie und möglicherweiſe Pen ſelbſt für einen Akt ungewöhnlicher Tugend und Selbſtverläug⸗ nung hielt, was aber Laura blos für ſtrenge Gerechtig⸗ keit erklärte.

Er erwähnte ſelten des Anlehens, das ſie gemacht hatte, und das von der Wittwe wirklich unter gewiſſen Beſchränkungen angenommen worden war; aber ein oder zweimal und mit großem Zögern und Stammeln ſpielte er darauf an und dankte ihr. Aber es peinigte ſichtlich ſeine Eitelfeit, daß er der Waiſe für Beihilfe