Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel. Flucht nach der Niederlage.

Jeder, der auch nur die geringſte Kenntniß von der Heraldik und dem Reichsadel hat, muß wiſſen, daß die edle Familie, von der, wie wir wiſſen, Helen Pen⸗ dennis ein Mitglied war, als Helmſchmuck ein Neſt voll kleiner Pelikane hat, welche an dem blutigen Buſen eines großen mütterlichen Vogels picken, der in reicher Fülle die Kleinen mit der Nahrung verſieht, durch die ſie nach der heraldiſchen Legende groß erzogen wurden.

Sehr wahrſcheinlich lieben es weibliche Peltkane, unter

den ſelbſtiſchen Schnäbeln ihrer Jungen zu bluten. Ge⸗

wiß iſt, duß Frauen es thun. Es muß eine Art Ver⸗

guügen dabei ſein, das wir Männer nicht verſtehen, das den Schmerz der Opferung begleitet, und ich glaube

in der That, es gibt Frauenzimmer, die wirklich lieber

leiden wollen, als nicht. Sie lieben es, ſich zum Be⸗ hufe des Gegenſtandes, den ihr Inſtinkt ſie lieben lehrt, zu opfern, ſei es für einen gleichgiltigen Gatten, einen verſchwenderiſchen Sohn, oder einen geliebten Springins⸗ feld von Bruder. Wie bereit ihre Herzen ſind, ihre beſten Schätze zum Wohl der geliebten Perſon auszu⸗

ſchütten, und welchen Antheil an dieſem Genuſſe geben wir unſerer Seits den ſanften Geſchöpfen? Es gibt nicht leicht einen Mann, der dieß liest und nicht in dieſer Art ſeiner Frauenſchaft Vergnügen gemacht und ſie ſo behandelte, um ihnen die Wonne der Verzeihung zu ge⸗ währen. Sie bedenken nicht, wie ſie ſelbſt leben; aber wenn der Verſchwender heimkommt, ſtellen ſie ein Freu⸗ denmahl an und tödten das fetteſte Kalb für ihn, und auf den erſten Wink, daß der Sünder zurückkehrt, be⸗