Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

311

luden ihn bald nicht mehr ein. Jeder wußte, daß Pen⸗ dennis „auf dem Hunde war.“ „Der Boundell, welcher Niemand bezahlen konnte und nach drei Terminen fort mußte, war ſein Ruin,“ ſagten ſie. Seine traurige Ge⸗ ſtalt ſah man um die einſamen Vierecke ſchleichen in ſeiner verwitterten alten Kappe und zerriſſenem Ge⸗ wande, und der, der noch vor einem Jahre der Stolz der Univerſität geweſen, den alle Jungen mit Vergnü⸗ gen anſchauten, war jetzt der Gegenſtand der Unterhal⸗ tung der Fuchſenparthien, und ſie ſprachen von ihm mit Grauen und Verwunderung. Zuletzt kamen die Gra⸗ duirungsprüfungen. Mancher junge Mann von ſeiner Promotion, deſſen Bauernſchuhe Pen verlacht, und deſ⸗ ſen Geſicht oder Rede er earrikirt hatte, Mancher, den er im Vorleſungszimmer mit Verachtung behandelte, oder in dem Debatingklubb mit ſeiner Beredſamkeit nieder⸗ geſchmettert hatte — Mancher aus ſeiner eigenen Zeit, der nicht halb ſo viel Kopf, aber ein wenig Regel⸗ mäßigkeit und Beharrlichkeit im Arbeiten hatte, bekam hohe Ehren, oder ſchied mit geziemendem Credit. Und wo auf der Liſte ſtand Pen, der Stolze, Pen, der Witzige und Dandy, Pen, der Dichter und Redner? und wo war Pen, der Liebling und einzige Stolz der Wittwe? Die Liſten kamen heraus, und ein furchtbarer Rumor ging durch die Univerſität, daß Pendennis von Boniface durchgefallen ſei.