Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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307 halts in London — tanzte noch Taglioni in der Oper — Taglioni! und dann kam Don Juan, den er vor Allem in der Welt bewunderte:; und ſo ging Mr. Pen in den Don Juan und zu Taglioni.

Dieſe Zeit der Täuſchung über ſie war ganz vor⸗

bei; aber ſie war gewiſſermaßen nicht mehr dieſelbe. Die Glut ihrer Augen, die ihn überſtrahlte, war erlo⸗ ſchen, oder wurde Pen nicht mehr von ihr bewältigt. Ihre Stimme war noch ſo voll, wie vordem; aber Pens Herz ſchlug nicht mehr ſo hoch, wie zuvor. Er glaubte ihren iriſchen Accent heraus zu merken, und ihre Akkorde ſchienen ihm plumb und falſch. Es ennuirte ihn, dieſelbe Emphaſe auf denſelben Worten nur etwas lauter geſprochen zu vernehmen; noch mehr, es ennuirte ihn, daß er je dieſe handgreifliche Dreſſur für Genie genommen, und bei dieſen Schluchzern und Seufzern dahin ſchmolz. Es war ihm beinahe, als wäre er in einem andern Leben, als hätte ſich jemand Anderes in ſie verliebt. Er fühlte Scham und bittere Demüthi⸗ gung und in ſich eine große Leere. O, armer Pen! Die Täuſchung iſt oft beſſer, als die Wirklichkeit, und ſchöne Träume beſſer, als trauriges Wachen. Sie gingen und hatten jenen Abend ein ſehr lär⸗ mendes Soupé, und Mr. Pen am nächſten Morgen hef⸗ tiges Kopfweh, mit welchem er nach Orbridge zurück⸗ kehrte, nachdem all ſein baares Geld daraufgegangen war.

Da die ganze Erzählung Pen's eignen Bekennt⸗ niſſen entnommen iſt, ſo daß der Leſer ſich von der Wahrheit jedes Worts darin überzeugen kann, und Pen ſelbſt nie genau wußte, wie er ſein Geld durchbrachte, und ſich während ſeines unſeligen Aufenthalts in Or⸗ bridge in immer tiefere Geldverlegenheiten ſtürzte, ſo iſt es mir natürlich unmöglich, von der allgemeinen Skizze ſeines dortigen Lebens, die wir kurz vorher gegeben, in das einzelſte Getheil einzugehen. Er ſpricht nicht zu hart von der Schurkerei der Handelsleute auf der Uni⸗