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nahm jede Erdichtung des Kapitän Macheaths, als wäre ſie das unbeſtreitbarſte Ereigniß von der Welt.
Bloundells Angabe in Betreff Miß Fotheringay ſchmerzte und demüthigte Pen außerordentlich. Wenn er ſich ſeiner Leidenſchaft zuvor geſchämt hatte — was waren jetzt ſeine Gefühle in Beziehung darauf, als ſie, der Gegenſtand reiner Liebe und Anbetung, ſich als werthloſe Betrügerin auswies, als Betrügerin entdeckt von Allen außer ihm. Es kam Pen nie ein Zweifel, ob das Fak⸗ tum oder die Frage, ob die Geſchichten eines Mannes, der, wie ſein neuer Freund, niemals gut von einem Weibe ſprach, auch wahr ſein dürften.
In einer Oſter⸗Vakanz, wo Pen ſeiner Mutter und ſeinem Oheim ſeine Abſicht ankündigte, nicht hinabzu⸗ kommen, ſondern in Orbridge zu bleiben und zu ſtudi⸗ ren, wurde Mr. Pen gleichwohl veranlaßt, in Geſell⸗ ſchaft ſeines neuen Freundes Mr. Bloundell einen kurzen Beſuch in London zu machen. Sie ſtiegen in einem Hotel im Covent Garden ab, und genoßen die Vergnügun⸗ gen der Stadt ſehr frei nach der Gewohnheit junger Stu⸗ denten. Bloundell gehörte noch zu einem militäriſchen Klubb, wohin er Pen ein paar Mal zum Diner mit⸗ nahm, die jungen Leute fuhren dahin in einem Cab⸗ riolet, indem er zitterte, er möchte Major Pendennis treffen auf ſeinem Weg nach Pall⸗Mall, und hier wurde Pen einer Anzahl galanter, junger Burſche mit Sporen und Knebelbärten vorgeſtellt, mit denen er Morgens blaſſes Ale trank und Nachts die Stadt durchſchwärmte. Hier ſah er allerdings Etwas von dem Leben, auch war er in ſeinen Gängen nach den Theatern und den Sing⸗ häuſern, welche dieſe lärmenden Geſellen beſuchten, nicht in dem Falle, eine Begegnung mit ſſeinem Vormund befürchten zu müſſen. Eines Abends jedoch waren ſie einander ſehr nahe; nur eine Planke trennte Pen, der in den Logen des Muſeumstheaters war, von dem Ma⸗ jor, welcher ſich in Lords Steyne's Loge mit dieſem ver⸗
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