303
einmal vorbeiging, und durch Pen's offenes Fenſter die Worte zwei auf eins auf den Werfer zu hören glaubte. Als der Tutor aber in Arthur's Wohnung kam, fand er die drei jungen Herren mit drei Ho⸗ meren vor ſich, und Pen ſagte, daß er verſuche mit den zwei andern in die Wette zu überſetzen, und fragte Mr. Buck mit großer Gravität, wie der Fluß Skamander jetzt beſchaffen ſei, ob er ſchiffbar ſei, oder nicht.
Mr. Arthur Pendennis gewann nicht viel Geld in dieſen Unterhaltungen mit Mr. Bloundell, noch überhaupt viel Gutes außer der Kenntniß der Spielregeln, welche er aus den Büchern hätte lernen können.
Kapitän Macheath hatte noch andere Vorzüge, die er zum Nutzen Pen's in Ausübung brachte. Des Ka⸗ pitäns Geſchichten hatten einen großen, unglücklichen Reiz für Arthur, der nicht müde wurde, auf ſeine Er⸗ zählungen von Garniſonseroberungen und ſeine Thaten in den Landquartieren zu hören. Er war in Paris ge⸗ weſen und hatte eine Menge Sagen von dem Palais Royal, dem Salon und Frascati. Er war eines Abends in den Salon gegangen, nach einem Kaffee in Paris, „als wir, beim Jupiter, als wir Alle verteufelt benebelt waren und als ich am Morgen in meinem Zimmer er⸗ wachte, hatte ich zwölftauſend Franken unter meinem Kiſſen und hundertundneunundvierzig Napoleons d'or in einem meiner Stiefel. War das nicht ein coup?“ ſagte der Kapitän.
Pen's Augen glänzten vor Aufregung, wie er dieſe Geſchichte hörte. Er reſpektirte den Mann, der eine ſolche Summe Geldes gewinnen konnte, er ſeufzte und ſagte, das würde ihn wieder auf die Beine bringen. Macheath lachte und ſagte, er ſollte noch einen weitern Tropfen Maraschino trinken. „Ich könnte Ihnen Ge⸗ ſchichten erzählen, die noch viel wunderbarer ſind; und das hätte der Kapitän allerdings gekonnt, ohne eine andere Mühe, als die der Erfindung, eine poetiſche


