Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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bald Naſe und Ohren abgeſchnitten, als mit vorbe⸗ dachter Bosheit ſeine Mutter unglücklich gemacht und war ſo edelmüthig, daß er ſeiner Mutter augenblick⸗ lich ein Geſchenk mit ſeinem Traum von einem rothen Rock und Epauletten und ſeinem Durſt nach Kriegs⸗ ruhm machte.

Sie hielt ihn für das edelſte Geſchöpf von der Welt, aber Major Pendennis ſchrieb, als das Anerbie⸗ ten der Offiziersſtelle anerkannt und zurückgewieſen wurde, einen kurzen und ärgerlichen Brief an die Wittwe und dachte, ſein Neffe ſei ein Einfaltspinſel.

Er gab ſich jedoch zufrieden, als er ſah, wie der Junge ſich an Weihnachten ſo geſchickt auf der Jagd benahm, als der Major, wie gewöhnlich, nach Fairvaks herabkam. Pen hatte eine ſehr gute Stute und ritt ſie mit viel Geſchick und Anſtand. Er ſetzte mit großer Kälte und Beſonnenheit und ohne Prahlerei über Hecken. Er ſchrieb ſeinen Schulkameraden über ſeine Stulpen⸗ ſtiefel und ſeine Großthaten auf dem Lande. Er be⸗ gann in allem Ernſte an einen Scharlachrock zu denken und ſeine Mutter mußte geſtehen, daß er ihm unge⸗ mein gut ſtehen würde, oögleich ſie natürlich während ſeiner Abweſenheit angſtvolle Stunden verlebte, und täglich erwartete, man würde ihn auf einem Fenſterladen nach Hauſe bringen. Man darf jedoch nicht annehmen, daß Pen während dieſer, wenn gleich zu häufigen Be⸗ luſtigungen ſeine Studien ganz und gar vernachläſſigte. Er hatte eine natürliche Vorliebe für alle Bücher, welche nicht auf ſeinem Schulplane ſtanden. Nur wenn man ihm den Kopf in das Waſſer der Wiſſenſchaft hielt, wollte er nicht trinken. Er verſchlang zu Haus alle Bücher von Inchbald's Theater bis auf White's Huaits Pferdarzneikunde. Er plünderte alle Bibliotheken in der Nachbarſchaft. Er fand in Clavering eine alte Nieder⸗ lage franzöſiſcher Novellen, die er mit der größten An⸗ ſtrengung las, und pflegte ſtundenlang auf der oberſten Stufe von Doktor Portman's Bibliothektreppe zu ſitzen