Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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einen an der Thür ſitzenden Schüler nach Pendennis. Der Junge wies grinſend auf den Schuldigen, gegen welchen der Doktor den Donner ſeiner gerechten Ent⸗ rüſtung entlud — Major Pendennis mußte lachen, er erinnerte ſich, wie er unter derſelben Strafſäule, wo jetzt Pen der Jüngere ſtand, vor langen Jahren auch ge⸗ ſtanden hatte und von dem Vorgänger des Doktors beſtürmt worden war. Mit Blitzesſchnelle lief die Bot⸗ ſchaft, daß es Pendennis Onkel ſei, durch die Schule, und hundert junge Geſichter kicherten verwundert und wandten ſich jetzt gegen den neuen Ankömmling und den ehrwürdigen Doktor.

Der Major bat denſelben Schüler, dem Doktor ſeine Karte zu bringen, was dieſer mit ſchalkhaftem Blicke that. Major Pendennis hatte auf die Karte ge⸗ ſchrieben: „Ich muß Arthur Pendennis nach Hauſe nehmen, ſein Vater iſt ſehr krank.“

Als der Doktor die Karte erhielt und mit etwas verlegenem Blicke ſeine Standrede beendigte, brach das Gelächter der Jungen, bis jetzt halb unterdrückt, in allgemeines Frohlocken aus. „Stille!“ brüllte der Dok⸗ tor, mit dem Fuße ſtampfend. Pen blickte auf und ſah, wer ſein Befreier war. Der Major winkte ihm ernſt mit einem ſeiner weißen Handſchuhe, und, ſeine Bücher zuſammenraffend, ſchritt Pen durch das Zimmer.

Der Doktor zog ſeine Uhr. Es waren noch zwei Minuten bis zwei. „Wir nehmen den Nachmittag den Juvenal,“ ſprach er, dem Kapitän winkend, und alle die Jungen rafften, das Signal verſtehend, ihre Bücher auf und ſtrömten aus dem Sagl.

Der junge Pen las in ſeines Oheims Geſicht, daß ſich daheim etwas zugetragen hatte. „Gibt's etwas mit — meiner Mutter?“ fragte er. Er konnte aber kaum ſprechen vor Bewegung und Thränen, die ihm in die Augen traten.

„Nein,“ ſagte der Major, aber dein Vater iſt ſehr