Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Jahre alt war, und während ſeine Mutter ihn für einen Engel von Unſchuld hielt, hatte der kleine Pen genug gehört, um ihn in gewiſſen Punkten ganz er⸗ ſchrecklich weiſe zu machen — und ſo hat ihr hübſcher, kleiner, roſenwangiger Sohn, der in die Chriftferien kommt, ſchon ſehr große Fortſchritte gemacht. Ich ſage nicht, daß der Junge verloren iſt, oder daß die Urſchuld die er vom „Himmel, unſerer Heimath,“ hat, eingebüßt, aber daß die Schatten des Gefängniſſes bald ihn um⸗ fangen werden, und daß wir, ſoviel in unſern Kräften ſteht, noch dazu beitragen, ihn zu verderben.

Gut — Pen war gerade in einem, den Geſchlechts⸗ unterſchied hervorhebenden Kleide öffentlich aufgetreten, und ſah ſehr ängſtlich in ſeinen Doppelſpiegel, ob ſein Backenbart wachſe, wie bei ſeinen glücklichern Kamera⸗ den und ſtatt der Sopranſtimme, womit er ſprach und ſang — (denn ſeine Singſtimme war ſehr lieblich, ſehr fein, und er pflegte, wenn wenig zu thun war „Hei⸗ math, ſüße Heimath,“ „mein hübſcher Papa“ und ein paar franzöſiſche Lieder, die ſeine Mutter ihn gelehrt hatte, zur Beluſtigung der ältern Jungen aufzufüh⸗ ren, —) war plötzlich in einen tiefen Baß gefallen, welcher oft durch einen ſchrillen Ton unterbrochen wurde, der, wenn er in der Schule zum Ueberſetzen aufgefor⸗ dert war, Lehrer und Schüler zum Lachen brachte. — Er war ſechzehn Jahre alt, als er plötzlich von ſeinen akademiſchen Studien abgerufen wurde.

Am Schluſſe der Vormittagsſchule, während wel⸗ cher Pen den ganzen Morgen unbeachtet geblieben war, wurde er von dem Doktor zum Ueberſetzen in einem griechiſchen Schauſpiele aufgefordert. Er konnte kein Wort überſetzen, obgleich der kleine Timmins, ſein Nach⸗

bar, ihm aus Liebeskräften zublies. Pen hatte ein

paar gräuliche Böcke geſchoſſen, als das ehrwürdige Haupt der Schule über ihn losbrach.

„Pendennis, Sir, Ihre Faulheit iſt unverbeſſerlich, und Ihre Ingnoranz beiſpiellos. Sie find eine Schande

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