Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Daß ſelbſt eine Frau fehlerlos ſein ſollte, geſtattet ſogar die Natur nicht, die uns geiſtige Mängel zuweist, wie ſie uns Kopfweh, Krankheiten oder den Tod zuer⸗ kennt, ohne welche der Plan der Welt nicht ausgeführt, ja ſelbſt einige der beſten Eigenſchaften unſtes Geſchlechts nicht in Ausübung gebracht werden könnten. Wie der Schmerz Tapferkeit und Ausdauer; die Noth Ge⸗ duld; die Armuth Betriebſamkeit und Schöpferkraft; die Gefahr Muth und ſo vieles Andere erzeugt, ſo er⸗ zeugen ſelbſt die Tugenden andrerſeits einige Fehler und kurz und gut, Mrs. Pendennis hatte jenen Fehler, den Mrs. Pybus und Miß Pierce an ihr entdeckten, den des Stolzes, der ſich nicht ſo wohl in ihrer eigenen Perſon als bei ihrer Familie kund gab. Sie ſprach von Mr. Pendennis (immerhin ein achtungswerther, kleiner Gentleman, aber es gibt noch andere, eben ſo gute) mit einer Ehrfurcht, als ob er der Pabſt in Rom auf ſeinem Throne, und ſie ein Kardinal wäre, der zu ſeinen Füßen kniete und ihm Weihrauch ſtreute. Den Major hielt ſie für eine Art von Bayard von Majoren, und ihren Sohn Arthur vergötterte ſie mit einem Eifer, den der junge Galgenſtrick beinahe ſo kaltblütig hin⸗ nahm, als die Statue des Heiligen in der St. Peters⸗ kirche die begeiſterten Küſſe, welche die Gläubigen ſei⸗ nem Zehen appliziren. Dieſe unglückliche Illuſton und Vergötterung der guten Lady war ſchuld an einem großen Theil des Mißgeſchicks, das unſern jungen Gentleman, den Helden dieſer Geſchichte, betraf, und muß gleich beim Anfang unſerer Erzählung in Erwähnung kom⸗ men.

Arthur Pendennis's Kameraden in der Greyfriar⸗ ſchule (Graubrüderſchule) behaupten, daß er als Knabe ſich weder durch Dummheit noch durch große Kenntniſſe auszeichnete. Er that in Wirklichkeit gerade ſo viel, als man von ihm verlangte, nicht mehr und nicht we⸗ niger. Wenn er ſich in etwas auszeichnete, ſo war es im Verſemachen; wenn aber auch ſeine Begeiſterung