Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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der Hand, ſo vortheilhaft ſie auch den meiſten Perſonen erſcheinen mochte. „Bleibe ich Junggeſelle,“ ſagte er, „ſo fragt Niemand, wie arm ich bin. Ich habe das Glück, mit Leuten zu leben, die ſo hoch in der Welt ge⸗ ſtellt ſind, daß ein paar hundert oder tauſend per Jahr mehr oder weniger keinen Unterſchied in der Achtung machen, die ſie für mich zu haben belieben. Miß Hunkle, obgleich eine ſehr achtungswerthe Lady, iſt weder nach Geburt noch nach Manieren geeignet, in die Sphäre aufgenommen zu werden, in der ich die Ehre habe, mich zu bewegen, ich lebe und ſterbe als alter Junggeſell, John, und deine würdige Freundin wird ohne Zweifel einen würdigern Gegenſtand ihrer Zuneigung finden, als einen verwitterten alten Soldaten auf halbem Sold. Die Zeit zeigte, wie richtig der alte Weltmann gemuth⸗ maßt hatte: Miß Hunkle heirathete einen jungen fran⸗ zöſiſchen Edelmann und lebt jetzt in Lilybank unter dem Titel einer Baroneß de Carambole, nachdem ſie ſich kurz nach ihrer Verbindung von ihrem wilden jungen Wüſt⸗ ling von Baron hatte ſcheiden laſſen.

Der Major war ein großer Günſtling bei allen Gliedern der kleinen Kolonie in Fairvaks, er war eben⸗ ſo gutmüthig, als eingebildet und hatte aufrichtige Zu⸗ neigung und Achtung für ſeine Schwägerin, die er mit Grund der Wahrheit für eine ſo ſchöne Lady, als es nur je eine in England gebe, und für eine Zierde der Familie erklärte. In der That Mrs. Pendennis anſpruchs⸗ loſe Schönheit, ihre natürliche Lieblichkeit und Seelengüte und jene Einfachheit und Würde, die eine vollkommene Reinheit und Unſchuld einem ſchönen Weibe verleihen müſſen, machten ſie der Lobſprüche ihres Schwagers vollkommen würdig. Ich denke, es iſt nicht nationales Vorurtheil, das mich glauben läßt, daß eine fein erzo⸗ gene engliſche Lady der vollendetſte aller Zöglinge des Himmels iſt. Bei wem ſonſt ſehen wir ſo viel Anmuth und ſo viel Tugend, ſo viel Treue und ſo viel Zärt⸗ lichkeit mit ſo vollkommener Reinheit und Keuſchheit?