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man ohne einen Stammbaum? Pendennis hatte den ſeinigen mittler Weile hübſch unter Glas und Rahmen gebracht und in ſeinem Beſuchzimmer zwiſchen den Ge⸗ mälden von Codlingbury⸗Houſe in Somerſetſhire und St. Boniface's College, Cambridge, wo er die kurzen und glücklichen Tage ſeines erſten Mannesalters zubrachte, aufgehängt. Was den Stammbaum anbetrifft, ſo hatte er ihn, wie Sterne's Offizier nach ſeinem Schwerte rief, nun er Gentleman war und ihn zeigen konnte, aus einem Koffer hervorgezogen.
Um die Zeit von Mrs. Pendennis's Hintritt ſtarb zu Bath auch eine andere von ihres Sohns Patienten, die tugendſame alte Lady Pontypool, Tochter Reginalds des zwölften Earls von Bareaeres (ſpr. Bährékörs) und folglich Urgroßtante des gegenwärtigen Earls und Wittwe Johns des zweiten, Lord Pontypvols, deßgleichen des hochehrwür⸗ digen Jonas Wales von der Armageddon Kapelle Clifton. Die letzten fünf Jahre ihres Lebens war die Lady von Miß Helen Thiſtlewood, einer ſehr entfernten Verwandten des ſchon erwähnten edeln Hauſes von Bareaeres und Tochter des Lieutenants R. Thiſtlewvod R. N. (von der königlichen Marine), der in der Seeſchlacht von Kopenhagen fiel, ge⸗ wartet. Unter Lady Pontypool's Obdach fand Miß Thiſtle⸗ wood ein ſorgenfreies Aſyl, was Unterhalt und Woh⸗ nung anbelangt, erduldete aber eine ſo teufliſche Tyrannei,
wie nur Frauen ſie ausüben und von einander erleiden
können. Der Doktor, welcher wenigſtens zwei Mal des Tages der Lady Pontypool ſeinen Beſuch machte, konnte nicht umhin, die engelgleiche Sanftmuth und Güte zu bemerken, womit die junge Lady die Mißhandlungen ihrer älteren Verwandtin ertrug, und als ſie in dem vierten Trauerwagen fuhren und die verehrten irdiſchen Ueberreſte Ihrer Herrlichkeit in die Abtei zu Bath be⸗ leiteten, wo ſie nun ruhen, blickte er in ihr liebliches blaſſes Geſicht und beſchloß, ihr eine gewiſſe Frage vor⸗ zulegen, deren Wichtigkeit ſeinen Puls wenigſtens neun⸗
zig Mal ſchlagen ließ. Er war mehr denn zwanzig
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