„
—
1¹
gehen. Die gute Geſellſchaft in Bath nahm ihn unter ihren Schutz und unter den Ladies beſonders ward er beliebt und bewundert. Zuerſt wurde ſein beſcheidener kleiner Laden aufgeſtutzt, dann verzichtete er auf den Verkauf von Zahnbürſten und Parfüm, als unwürdig eines Gentlemans von altem Geſchlecht, dann ſchloß er ſeinen Laden ganz und trieb bloß noch ein wenig Chi⸗ rurgie, die ihm ein artiger junger Mann beſorgte; dann bekam er einen zweirädrigen Wagen mit einem Kutſcher, der ihn führte, und vor ihrem Austritt aus dieſer Welt hatte ſeine arme, alte Mutter das Glück, von ihrem Schlafzimmerfenſter, an welches ihr Stuhl gerollt wurde, zu ſehen, wie ihr geliebter John in einen ihm ſelbſtgehörigen engen Wagen ſtieg, ein Einſpänner zwar, aber hübſch bemalt mit dem Wappen der Pen⸗ dennis in den Feldern.
„Was würde Arthur jetzt ſagen,“ fragte ſie, indem ſie von einem jüngern Sohne ſprach — „der kein ein⸗ ziges Mal meinen theuerſten Johnny während all der Zeit ſeiner Armuth und Noth beſuchte.“
„Kapitän Pendennis iſt mit ſeinem Regiment in Indien, Mutter!“ bemerkte Mr. Pendennis, und wenn Sie's mir zugut halten, ſo wünſchte ich, daß Sie mich vor dem jungen Mann — vor Mr. Parkins — nicht mehr Johnny nennten.“
Unverweilt kam der Tag, wo ſie aufhörte, ihrem Sohn den Namen Johnny oder ſonſt einen andern Titel der Liebkoſung oder Zuneigung zu geben, und es wurde ganz ſtill in dem Hauſe durch das Verſchwinden der freundlichen, aber grämlichen Stimme. Er hatte ſeine Nachtglocke verändert und ſie in das Zimmer gerichtet, in welchem die gute alte Lady ſo manches lange Jahr ge⸗ knurrt hatte, und ſchlief jetzt hier in dem großen, weiten Bett. Er war über vierzig Jahre alt, als ſich dieſe Ereigniſſe begaben; ehe der Krieg vorüber war; ehe Georg der Prachtliebende auf den Thron kam; vor dieſer Geſchichte jedenfalls: aber was iſt ein Gentle⸗


