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vielleicht dieſe Laufbahn mit großer Ehre verfolgt, wenn nicht ſein Vater in ſeinem zweiten Jahre zu Cambridge als inſolvent geſtorben wäre und den armen Pen ge⸗ nöthigt hätte, ſich zu dem Stößel und der Schürze zu wenden. Er ſchlug immer das Kreuz vor der Krämerei, und bloß die Noth und das Anerbieten ſeines mütter⸗ lichen Oheims, eines Londoner Apothekers von niederer Familie, in welche Pendennis's Vater zu heirathen ſich herabließ, zwang John Pendennis zu einem ſo verhaß⸗ ten Berufe.
Gleich nach ſeiner Lehrzeit verließ er ſeinen unge⸗ bildeten Verwandten, den Praktikanten und that ſich in Bath mit ſeinem beſcheidenen ärztlichen Schilde auf. Er hatte einige Zeit mit bitterer Armuth zu kämpfen und vermochte nicht weiter als ſeinen Laden und ſeine
goldenen Ornamente in gehörigem Stande und ſeine bettlägerige Mutter bei Troſt zu erhalten; da geſchah es, daß Lady Ribſtone mit einem betrunkenen iriſchen Kutſcher nach den Rooms vorbeifuhr, und Ihre Herr⸗ lichkeit an Pen's Thürpfoſten warf, und ſeine Wagen⸗ deichſel durch die ſchönſte blaßrothe Flaſche in des Wund⸗ arztes Fenſter trieb. Mit einem Angſtſchrei ſtürzte ſie aus dem Gefährt und wurde ohnmächtig auf einen Stuhl in Mr. Pendennis Laden niedergeſetzt, wo ſie mit Zimmet und So vlatil wieder zur Beſinnung ge⸗ bracht ward.
Mr. Pendennis's Manieren waren ſo ungemein gentlemaniſch und gewinnend, daß die Lady, die Gattin Sir Pepin Ribſtone's von Codlingsbury, in der Graf⸗ ſchaft Somerſet, Baronet, ihren Retter, wie ſie ihn nannte, zu ihrem eigenen und ihrer ſehr großen Fa⸗ milie Leibapotheker erhob. Maſter Ribſtone kam in die Chriſtagsferien aus Eton, überaß ſich und hatte ein Fieber, in welchem ihn Mr. Pendennis mit der größten Kunſt und Zärtlichkeit behandelte. Mit einem Wort, er gewann die Gunſt der Familie von Codlingsbury, und von dem Tage an begann es mit ihm aufwärts zu


