Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Fairvaks, Montag um Mitternacht. „Mein theurer Onkel!

„Wenn ich Sie von meinem Verhältniß mit Miß Co⸗ ſtigan, der Tochter von J. Cheſterfield (ſpr. Tſcheſtörfihld) Coſtigan Eſq. von Coſtiganstown, Ihnen aber vielleicht beſſer bekannt unter dem Künſtlernamen Miß Fothoringay von den königlichen Theatern Drury⸗Lane (ſpr. Lehn) und CrowStreet, und von dem Norwicher und Walliſer Umkreis, ſo ſehe ich, daß ich Ihnen eine Nachricht gebe, die Ihnen wenigſtens nach den gegenwärtigen Vorurtheilen der Ge⸗ ſellſchaft nicht willkommen ſein kann. Meine theuerſte Mut⸗ ter, der ich, Gott weiß es, nicht wünſche, unnöthigen Schmerz zu bereiten, iſt, ich muß es leider geſtehen, durch die Nachricht, die ich ihr heute zukommen ließ, tief ergrif⸗ fen und bekümmert. Ich erſuche Sie, mein theurer Herr, herabzukommen, und mit ihr zu ſprechen und ſie zu tröſten. Obgleich Miß Coſtigan ſich durch Armuth genöthigt ſieht, durch Anwendung ihrer glänzenden Talente ſich einen ehrenvollen Unterhalt zu verdienen, ſo iſt doch ihre Familie ſo alt und edel, als die unſrige. Als unſer Vorfahr Ralf Pendennis mit Richard dem Zweiten in Irland landete, waren meiner Emily Vor⸗ fahren Könige dieſes Landes. Ich habe die Notiz von Mr. Coſtigan, der gleich Ihnen Militär iſt.“

„Vergeblich ſuchte ich meiner Mutter darzuthun und zu beweiſen, daß eine junge Lady von unbeſchol⸗ tenem Charakter und Geſchlecht, mit den glänzendſten Gaben der Schönheit und des Genie's, die ſich für den heiligen Zweck der Unterhaltung ihrer Familie einer der edelſten Künſte widmet, ein Weſen iſt, das wir alle lie⸗ ben und verehren ſollten; — meine arme Mutter hat Vorurtheile, die zu beſiegen meiner Logik unmöglich wird, und weigert ſich, eine Jungfrau in ihre Arme zu die ihr Lebtag an ihre zärtlichſte Tochter ſein will.

„Obgleich Miß Coſtigan einige Jahre älter iſt, als