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Die jungen Herren liebten es, mit ihm in den Park oder Pall⸗Mall hinab zu ſpazieren, denn vor Jedermann berührte er den Hut, und jeder zweite Mann, den er ſtellte, war ein Lord.
Der Major ſetzte ſich an ſeinen gewohnten Tiſch, und während die Kellner ſich beeilten, ihm ſeine geröſteten Brod⸗ ſchnitten und ſeine noch druckfeuchte Zeitung zu bringen, überblickte er durch ſein goldberandetes doppeltes Augen⸗ glas ſeine Briefe. Er trug ſie ſo jugendlich, als ob er ſie blos der Zierde wegen trüge, und überlas eine hüb⸗ ſche Note nach der andern und legte ſie zu Recht. Es waren große feierliche Einladungskarten zu Diners, welche drei Gänge und eine gewichtige Unterhaltung in Ausſicht ſtelllen; niedliche vertrauliche Nötchen, mit Bitten von Frauenhand, eine Note in dickem Papier von dem Marquis von Steyne (ſpr. Stehn), die ihn zu einer kleinen Geſellſchaft in dem Star und Charter (ſpr. Sſchahr⸗ tör)undfranzöſiſcher Unterhaltung einlud, in einer Sprache, deren der Major vollkommen mächtig war, und eine andere von dem Biſchof von Ealing und Mrs. Trail, die ſich die Ehre von Major Pendennis's Geſellſchaft in Ealing Houſe erbat, lauter Briefe, die Pendennis auf's Gnädigſte und mit um ſo größerem Vergnügen las, als der ſchottiſche Wundarzt Glowry (ſprich Glohry), der ihm gegenüber ſein Frühſtück einnahm, ihm zuſah und ihn ob der vie⸗ len Einladungen beneidete, die Niemand an Glowry zu ſenden beliebte.
Nachdem er ſie durchleſen hatte, zog der Major ſein Taſchenbuch heraus, um zu ſehen, an welchem Tage er noch nicht verſagt wäre, und welche der vielen gaſt⸗ 4 Einladungen er annehmen könnte, oder ablehnen mußte.
Er warf Cutler, den oſtindiſchen Direktor in Baker Street (ſpr. Behkör Striht), über Bord, um mit Lord
Steyne und der kleinen franzöſiſchen Geſellſchaft in
Star und Charter zu diniren. Die des Biſchofs nahm er an, weil er, obgleich das Diner etwas langweilig


