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er ſchickte durch ſeinen Diener ein bloß für Jos beſtimm⸗ tes Billet.
Jos bat den Oberſten, daß er ihn doch noch an dem⸗ ſelben Abende beſuchen möchte, da Mrs. Crawley bei einer Soirée ſein würde, und ſie Beide dann allein wären.
Der Oberſt fand ſeinen Schwager in einem Zuſtande Mitleid erregender Gebrechlichkeit; und ebenſo fand er, daß verſelbe ſich entſetzlich vor Rebekka fürchtete, obgleich er ſie nicht genug loben konnte. Nach Jos Ausſage hatte ſie ihn während einer Reihe unerhorter Krankheiten ge⸗ pflegt, und zwar mit einer überaus bewundernswerthen Treue: ſie war ihm eine Tochter geweſen.
„Aber — aber — ach, um's Himmelswillen! kommt doch, und lebet in meiner Nähe, und — und — beſuchet mich bisweilen!“ wimmerte der unglückliche Mann.
Bei dieſen Worten verfinſterte ſich die Stirne des Oberſten.
„Das kann nicht ſein, Jos,“ ſagte er. „Amalie kann dich in Anbetracht der Umſtände nicht beſuchen.“
„Ich ſchwöre Dir — ich ſchwöre dir auf die Bibel,“ keuchie Joſeph, der das Buch küſſen wollte, hervor, „daß ſie ſo unſchuldig, wie ein Kind, ſo makellos, wie Deine eigene Frau iſt“
„Das mag ſein,“ ſagte der Oberſt düſter; „allein Emmy kann nicht zu Dir kommen. Ermanne dich Jos: brich dieſe unreputirliche Connerion ab. Komm heim zu Deiner Familie. Wie wir hören, ſo ſteht es, was den Geldpunkt anbetrifft, bei Dir nicht eben am Beſten.“
„Nicht am Beſten!“ rief Jos. „Wer hat ſolche Ver⸗ läumdungen ausgeſprengt? All' mein Geld iſt überaus vortheilhaft angelegt. Mrs. Crawley — das heißt — ich meine, — es iſt ſo vortheilhaft, wie möglich angelegt.“
„Du biſt alſo nicht verſchuldet? Warum haſt Du dann Dein Leben verſichert?“


