Lady Jane's Tochter, in die ſie natürlich Beide verliebt waren, mit einander Streit bekamen. Eine ehliche Ver⸗ bindung zwiſchen George und der fraglichen jungen Dame gehörte lange Zeit zu den Lieblingsplänen der beiden Müt⸗ ter, obgleich ich gehört habe, daß Mrs. Crawley ſelbſt ihrem Coufin mehr gewogen war.
Mrs. Rawdon Crawley's Name wurde von keiner der beiden Familien je erwähnt. Es lagen für Alle ge⸗ wichtige Gründe vor, über ſie zu ſchweigen. Denn wohin auch Herr Joſeph Sedley ſich begab, ſo reiste ſie gleich⸗ falls dahin; und der bethörte Mann ſchien ganz und gar ihre Seclave zu ſein. Der Oberſt wurde von ſeinen Advo⸗ caten benachrichtigt, daß ſein Schwager ſein Leben ver⸗ ſichert habe, und zwar für eine ſtarke Summe; was es denn wahrſcheinlich machte, daß er Geld aufgenommen, um Schulden zu bezahlen. Derſelbe ließ ſich auch vom Eaſt India Houſe ſeinen Urlaub verlängern, und in der That nahm ſeine Gebrechlichkeit mit jedem Tage zu.
Als Amalie von der Lebensverſicherung hoͤrte, legte ſie viele Unruhe an den Tag, und bat ihren Mann, nach Brüſſel zu gehen, wo Jos ſich gerade aufhielt, um den Zuſtand ſeiner Angelegenheiten zu unterſuchen.
Der Oberſt entfernte ſich nur ungern von Hauſe (denn ſeine „Geſchichte des Punjaub,“ die ihn zur Stunde noch beſchäftigt, nahm ihn ganz in Anſpruchz auch war er wegen ſeiner kleinen Tochter, die er vergottert, und die eben den Frieſel gehabt hatte, ſehr beſorgt), und ging nach Brüſſel, und fand Jos in einem der ungeheuren Hotels logirt. Mrs. Crawleh, die einen eigenen Wagen hielt, Geſellſchaften und Feſte gab, und auf einem ziemlich vor⸗ nehmen Fuße lebte, bewohnte in demſelben Hotel eine an⸗ dere Reihe von Zimmern.
Natürlich verlangte es den Oberſten nicht, die genannte Dame zu ſprechen; ja er hielt es nicht einmal für ange⸗ meſſen, ihr ſeine Ankunft zu Brüſſel kund zu thun, denn


