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„Es tritt mir nun Nichts mehr hindernd entgegen,“ dachte ſie. „Jetzt kann ich ihn von ganzem Herzen lie⸗ ben. Oh, ich will es, oh, ich will es, wenn er es nur zugibt und mir verzeiht 1“
Ich glaube, es war dieß das Gefühl, das alle an⸗ dern beherrſchte, ſo dieſen ſanften kleinen Buſen beweg⸗ ten.
In der That weinte ſie nicht ſo viel, als Becky er⸗ wartet hatte — die Andere beſänftigte und küßte ſie — ein bei Mrs. Becky ſeltenes Zeichen der Sympathie. Sie behandelte Emmy wie ein Kind und tätſchelte ſie auf den Kopf.
„Und nun wollen wir Feder und Tinte nehmen, und ihm ſchreiben, daß er unberweilt kommen ſolle,“ ſagte ſie.
„Ich — ich habe dieſen Morgen ſchon an ihn ge⸗ ſchrieben,“ antwortete Emmy und wurde feuerroth.
Becky brach in ein ſchallendes Gelächter aus.
„Un biglietto“, ſang ſie mit Roſine, „eccolo qua!“
Das ganze Haus ertönte von ihrem ſchrillen Ge⸗ ſange.
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Zwei Morgen nach dieſem kleinen Auftritte ſtand Amalie, obgleich es regneriſch und windig war, und ſie die ganze Nacht kein Auge hatte zuthun konnen, da ſie dem Brauſen des Windes hatte lauſchen, und alle Rei⸗ ſenden zu Waſſer und zu Land hatte bemitleiden müſſen, frühe auf, und wollte mit Georgy ſchlechterdings einen Spaziergang auf dem Damme machen. Da ging ſie auf und ab, während der Regen ihr ins Geſicht ſchlug, und blickte weſtwärts über die düſtere Seelinie, und die ge⸗ ſchwollenen Wellen hin, welche ſchäumend gegen das Ufer her geſtürzt kamen. Auch ſprach ſie nicht viel, abgerech⸗


