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Er geſtand es mir. Nie hat er ſich um Dich gekümmert. Er ſpottete bei mir über Dich unzählige Male; und machte mir Liebesanträge, ehe Du noch eine Woche mit ihMm verheirathet wareſt.“
„Das iſt falſch! das iſt falſch! Rebekka,“ rief Amalie, auffahrend.
„Da ſieh', Du Thörin!“ ſagte Becky, die immer noch einen verzweifelt guten Humor zeigte, und aus ihrem Gürtel ein Papierchen hervorzog, das ſie aufmachte, und Emmy in den Schooß warf.
„Du kennſt ſeine Handſchrift,“ fuhr Becky fort. „Dieſes Billet hat er an mich geſchrieben — er wollte,
ich ſolle mit ihm durchgehen — er gab es mir vor Dei⸗
ner Naſe, am Tage, ehe er erſchoſſen wurde — was ihm recht geſchah!“
Emmy hoͤrte ſie nicht; ſie ſah den Brief an.
Es war derjenige, der von George, am Abende des vom Herzog von Richmond gegebenen Balles, in das Bouquet geſteckt und Becky gegeben worden war.
Es war, wie Becky ſagte; der thörichte junge Mahn hatte von ihr verlangt, ſie ſolle mit ihm entfliehen.
Emmy ließ den Kopf finken, und überließ ſich, faſt zum letzten Male in dieſer Geſchichte, ihren Thränen. Ihr Haupt ſank auf ihren Buſen herab, und ihre Hände erhoben ſich zu ihren Augen; und in ſolcher Stellung überließ ſie ſich eine Zeitlang ihren Gemüthsbewegungen, während Becky daſtand und ſie anſchaute.
Wer ſoll dieſe Thränen analyſiren, und wer vermag zu ſagen, ob ſie ſüß oder bitter waren? War ſie tief betrübt darüber, daß das Jol ihres Lebens herabgeſtürzt und zu ihren Füßen zerſchmettert war; oder fühlte ſie Unwillen darüber, daß man ihre Liebe ſo verachtet; oder war ſie froh, daß die Schranke endlich entfernt war, welche die Schamhaftigkeit zwiſchen ſie und eine neue wirkliche Liebe geſtellt hatte 2


