Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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ſo fühlte ſie ſich doch in ihrer Gegenwart fürchterlich beengt, und wollte ſchreckerfüllt fliehen.

Sie erſuchte, ſie bat Jos inſtändigſt, doch wieder in die Heimath zurückzugehen. Das war aberzu viel berlangt. Er bewegte ſich nur langſam, war an ſeinen Doctor ge⸗ bunden, und vielleicht auch an anderen Gängelbändern feſtgehalten. Unſere Becky wenigſtens verlangte es gar nicht, nach England zu gehen.

Endlich faßte Amalie einen großen Entſchluß — that den großen Schritt.

Sie ſchrieb einen Brief an einen Freund, den ſie jenſeits des Waſſers hatte, — einen Brief, von dem ſie Niemand eine Sylbe ſagte; den ſie ſelbſt unter ihrem Shawl auf die Poſt trug. Auch merkte Niemand Etwas davonz; nur ſah ſie ungemein roth und aufgeregt aus, als Georgy zu ihr kam. Sie küßte und drückte ihn an jenem Abende gar oft. Sie ging, als ſie von ihrem Spaziergang zurückgekommen war, nicht mehr aus ihrem Zimmer.

Becky glaubte, der Major Loder und der Capitän hätten ihr einen ſolchen Schrecken eingejagt.

„Sie darf nicht hier bleiben,“ dachte Beckh bei ſich. „Sie muß fort, die kleine Thörin. Immer noch flennt ſie um jenen Einfaltspinſel von einem Manne — der nun ſchon fünfzehn Jahre todt iſt (und es iſt ihm ganz recht geſchehen). Sie ſoll keinen von dieſen Männern heirathen. Es iſt voch gar zu ſchlecht von Loder. Nein; ſie ſoll das Bambusrohr heirathen; noch heute Abend muß die Sache in's Reine gebracht werden.“

Becky nahm alſo eine Taſſe Thee, und brachte ſie Amalien auf ihr Zimmer. Bei ihrem Eintritte fand ſie die letzggenannte Dame neben ihren Miniaturbildern und in einem höchſt traurigen und aufgeregten Zuſtande.

Sie ſtellte die Theetaſſe vor Emmy hin.

„Ich danke Dir,“ ſprach Amalie.