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Emmy vertheidigte ihr Benehmen, und bewies, daß es bloß aus den reinſten religiöſen Prineipien gefloſſen; daß ein Frauenzimmer, das einmal, wie ſie, an einen ſolchen Engel verheirathet geweſen, nicht mehr heirathen könnte, ſondern für immer gebunden wäre; daß ſie aber Nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn Becky den Major auch noch ſo ſehr lobte; und brachte jeden Tag wohl ein Mal das Geſpräch auf die Dobbin'ſche Angele⸗ genheit.
Es wurden leicht Mittel ausfindig gemacht, die Gunſt Georgy's und der Dienerſchaft zu gewinnen.
Wie bereits von uns geſagt worden, war Amaliens Kammerjungfer ganz und gar für den edelmüthigen Major. Anfänglich hatte ſie Becky nicht wohl leiden können, weil Letztere Schuld daran geweſen war, daß der Major ab⸗ reiste; allein ſpäter machte ſich die Sache etwas anders, weil Mrs. Crawley William's feurigſte Bewunderin und Fürſprecherin wurde. Und bei den großen Conclaves,
welche die beiden Damen nach ihren Geſellſchaften hielten, und während Mrs. Pahne ihre „aare“ bürſtete, wie ſie die gelben Locken der einen, und die weichen braunen Flechten der andern nannte, legte das Mädchen ſtets ein gutes Wort für den lieben Herrn, den Major Dobbin, ein.
Die Schutzreden der Kammerjungfer brachten Amalie ebenſo wenig auf, als die Bewunderung, welche Rebekka ihm zollte. Georgy mußte ihm an Einem fort ſchreiben, und ihm in der Nachſchrift ſtets viele herzliche Grüße
von Mama melden. Und wenn ſie Nachts zum Portrait ihres Mannes aufblickte, hatte daſſelbe keine Vorwürfe mehr für ſie: — vielleicht machte ſie dem Portrait Vor⸗ würfe, jetzt, wo William fort war.
Emmy fühlte ſich nach ihrem herviſchen Opfer nicht gar glücklich. Sie war immer ſehr zerſtreut, aufgeregt, ſchweigſam, und difficil. Noch nie hatte die Familie ſie ſo mürriſch geſehen. Sie wurde bleich und krank. Oft
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