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gen deſſelben ſchienen vorwurfsvoll auf ſie herabzublicken; und je länger ſie hinſah, um ſo vorwurfsvoller ſchien ihr Ausdruck zu werden. Die erſten theuren, theuren, und leider ſo kurzen Tage der Liebe ſtanden mit einem Male wieder vor ihrem Geiſte. Die Wunde, die ſo viele Jahre kaum zu vernarben vermocht hatten, blutete von Neuem, und ach, wie groß war der Schmerz! Sie konnte die Vorwürfe des dort vor ihr ſtehenden Gatten nicht aus⸗ halten. Es konnte nicht ſein. Nie, nie!
Armer Dobbin; armer alter William! Ein unglück⸗ ſeliges Wort hat das Werk vieler Jahre — das langſam und mühſam zu Stande gekommene Gebäude eines Lebens voll Liebe und Treue, hat ein auf geheimen und verbor⸗ genen Grundlagen, worin Leivenſchaften, zahlloſe Kämpfe, unbekannte Opfer begraben lagen, ruhendes Gebäude ver⸗ nichtet: — ein Wörtchen war gefallen, und zuſammen⸗ ſtürzte der ſchöne Palaſt der Hoffnung — Ein Wort —, und hinweg flog der Vogel, den er ſein Lebenlang anzu⸗ locken verſucht hatte!
Obwohl Amaliens Blicke William ſagten, daß eine große Kriſe gekommen, ſo fuhr er doch fort, Sedley in den energiſchſten Ausdrücken zu bitten, ſich vor Rebekka in Acht zu nehmen; er beſchwor Jos eifrigſt, ja faſt wie ein Wahnſinniger, dieſelbe nicht aufzunehmen. Er erſuchte Herrn Sedley, wenigſtens Erkundigungen über ſie einzu⸗ ziehen: erzählte ihm, wie er gehört, daß ſie ſich mit Spielern und Leuten von üblem Rufe herumtreibe; deutete auf das Unheil hin, das ſie ſchon früher angerichtet: wie ſie und Crawley den armen George ins Verderben ge⸗ ſtürzt: wie ſie nun, nach ihrem eigenen Geſtändniſſe, und wohl aus guten Gründen, von ihrem Manne getrennt wäre. Und endlich wies er darauf hin, welch' gefährliche Gefähr⸗ tin ſie für ſeine Schweſter ſein würde, die von den Din⸗ gen dieſer Welt Richts verſtünde. William bat Jos mit aller ihm zu Gebote ſtehenden Beredtſamkeit, und mit


