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„Nehmen Sie Unterricht bei ihr, meine liebe Mrs. George,“ rief der Major; „allein nehmen Sie ſie doch nicht in's Haus! Ich bitte Sie um Alles in der Welt.“
„Bah,“ ſagte Jos.
„Sie, der Sie ſtets gut und freundlich find: der Sie es jedenfalls ſtets waren: — ich muß wirklich über Sie ſtaunen, Major William,“ rief Amalle. „Sagen Sie mir doch, gibt es einen beſſern Augenblick, ihr zu Hülfe zu kommen, als jetzt, wo ſie ſo im Elend iſt? Jetzt iſt die Zeit, ihr Dienſte zu erweiſen. Die älteſte Freundin, die ich je hatte, und nicht —“
„Sie war nicht immer Ihre Freundin, Amalie,“ ſagte der Major; denn er war ganz böſe.
Dieſe Anſpielung war aber zu viel für Emmy, die dem Major beinahe grimmig in's Geſicht ſah und ſagte: „Ei, ſchämen Sie ſich doch, Major Dobbin!“
Nachdem ſie dieſen Schuß gethan, ſpazierte ſie mit hoͤchſt majeſtätiſcher Miene aus dem Zimmer, und ſchloß die Thüre recht lebhaft hinter ſich, und ihrer gröblich be⸗ leidigten Würde.
„Darauf arzuſpielen!“ ſagte ſie, als vie Thüre zu war. „Ach, es war recht grauſam von ihm, mich daran zu erinnern.“
Und ſie blickte zu George's Portrait auf, das wie ſhtlich da hing, und darunter das Portrait des Kna⸗ en.
„Es war recht grauſam Lon ihm,“ fuhr ſie fort. „Durfte er davon ſprechen, wenn ich es verziehen hatte? Nein. Und aus ſeinem eigenen Munde habe ich erfah⸗ ren, wie gott⸗ und grundlos meine Eiferſucht warz und daß Du rein wareſt, — ach ja, Du wareſt rein, mein im Himmel wohnender Heiliger!“
Zitternd und unwillig ging ſie im Zimmer auf und ab. Sie ſtützte ſich auf die Kommode, über der das Portrait hing, und ſchaute und ſchaute es an. Die Au⸗


