Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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„Gott ſteh' mir bei, ja,“ ſagte Jos, mit dem Kopfe dergeſtalt wackelnd, daß ſeine Backen wie Gelée⸗Maſſen zitterten.

„Sie kann im Zimmer der Payne wohnen, und Letz⸗ tere kann höher hinaufgehen,“ fuhr Emmy fort.

Die Pahne war eine geſetzte engliſche Kammerjung⸗ fer, und bediente Mrs. Osborne; ihr macht der Courier, wie es auch nicht anders denn ſeine verdammte Schuldig⸗ keit war, den Hof. Georgy aber pflegte ſie mit deut⸗ ſchen Räuber⸗ und Geſpenſtergeſchichten entſetzlich zu äng⸗ ſtigen. Den größten Theil ihrer Zeit brachte ſie damit zu, daß ſie brummte, ihre Herrin commandirte, und ihre Abſicht kundgab, am nächſten Morgen nach Clapham, dem Orte, wo ſie gebören worden, zurückzukehren.

6 „Sie kann das Zimmer der Payne bewohnen,“ ſagte m

my.

„Sie werden doch aber das Weib nicht in's Haus wollen?“ platzte der Major heraus, und ſprang auf.

„Ei warum denn nicht?“ ſagte Amalie auf die un⸗ ſchuldigſte Weiſe von der Welt. „Seien Sie nicht böſe und zerbrechen Sie die Möbeln nicht, Major Dobbin. Natürlich nehmen wir ſie auf.“

„Natürlich, mein Lieber,“ ſagte Jos.

„Die arme Creatur, nach all' ihren Leiden,“ fuhr Emmy fort: „ihr abſcheulicher Bankier iſt bankerott und durchgegangen: ihr Mann — der heilloſe Schurke — hat ſie ſitzen laſſen, und hat ihr ihr Kind entriſſen“ (hier ballte ſie ihre zwei Fäuſichen, und hielt ſelbe in höchſt drohender Stellung vor ſich hin, ſo vaß es dem Major das größte Vergnügen machte, eine ſo unerſchrockene Vi⸗ rago zu ſehen), „das arme theure Ding! Ganz allein, und wirklich in die Nothwendigkeit verſetzt, Singſtunden zu geben, um nur leben zu können, — und ſie nicht auf⸗ zunehmen!“