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einem ſchmierigen Tiſche ſtehen einige Dutzende meſſingene
Leuchter von gleicher Größez es ſtecken Talglichter für die im Hauſe logirenden Gäſte, deren Schlüſſel in Reihen über den Lichtern hangen, darin.
Emmy war erröthend durch das Zimmer hindurch gegangen, wo Leute jedes Stands und jedes Schlags bei⸗ ſammen waren: Tyroler Handſchuhhändler und Leinwand⸗ händler von der Donau mit ihren Päcken; Studenten, die ſich mit Butterbrod und Fleiſch labten; Müſſiggänger, die auf den naſſen, ſchmutzigen, bierigen Tiſchen Karten oder Domino ſpielten; Luftſpringer und Gankler, die während der Pauſen, die ſie machten, ſich erfriſchten: — mit einem Worte, all' der fumus und strepitus eines deutſchen Wirthshauſes zur Zeit der Meſſe.
Der Kellner brachte dem Major einen Krug Bier, ohne ihn erſt gefragt zu haben. Unſer Freund aber zog eine Cigarre heraus, und wollte ſich mit dieſem verderb⸗ lichen Kraute, ſowie mit einer Zeitung amüſfiren, bis die, ſo er hieher begleitet, wieder herabkommen und nach ihm fragen würde.
Es ſtand nicht lange an, ſo kamen auch Max und Fritz die Treppe herab. Sie hatten die Mütze ganz auf einer Seite des Kopfes ſitzen; ihre Sporen raſſelten, und ihre Pfeifen mit den Wappen und den koloſſalen Quaſten waren prächtig anzuſchauen. Sie hängten den Schlüſſel von Nro. 90 an das Brett, und verlangten die gewohnte Ration Butterbrod und Bier.
Das Paar ſetzte ſich zu dem Major hin, und fing ein Geſpräch an, von dem er nicht umhin konnte, Einiges zu hören. Die Wörter, die darin am Häufigſten wieder⸗ kehrten, waren: „Fuchs,“ „Philiſter“ „Duell,“ und „großes Commers.“
Die Univerſität, der die Beiden angehörten, lag ganz in der Nähe, und hieß Schoppenhauſen, von welchem berühmten Muſenſitze ſie ſo eben im Eilwagen angekommen


