Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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Als ſie durch dieſe grobe Beſchimpfung ſich gezwun⸗ gen geſehen habe, das Dach ihres Mannes zu fliehen, habe, fuhr Becky fort, der feige Menſch ſeine Rache weiter getrieben, und habe ihr ihr Kind entriſſen. Und ſo komme es, daß ſie arm, unbeſchützt, ohne Freunde, und im Elend einherwandere.

Emmy nahm dieſe Geſchichte, die ziemlich weitläufig erzählt ward, ſo auf, wie Diejenigen, die ihren Charakter kennen, denken mögen, daß ſie dieſelbe aufgenommen habe. Sie bebte vor Indignation bei dem Berichte über die Aufführung des erbärmlichen Rawdon und des grundſatz⸗ loſen Steyne.

So lange Becky die Verfolgungen ihrer ariſtokrati⸗ ſchen Verwandten, und den Abfall ihres Manns beſchrieb, ſprachen die Augen Emmy's bei jedem Satze ihre Be⸗ wunderung aus. (Becky ſchmähte nicht auf ihn. Ihre Sprache war mehr die Sprache des Kummers, als die des Zorns. Sie hatte ihn bloß zu zärtlich geliebt; und war er nicht der Vater ihres Knaben ²)

Und was die Trennungsſcene von dem Kinde hetrifft, ſo zog ſich, während Becky dieſelbe beſchrieb, Emmy ganz und gar hinter ihr Taſchentuch zurück, ſo daß die vollen⸗ dete kleine Schauſpielerin ganz entzückt geweſen ſein muß, als ſie die Wirkung bemerkte, die ihr Spiel auf ihr Publikum hervorbrachte.

Während die Damen ſo miteinander ſprachen, ging Amaliens beſtändiger Geleitsmann, der Major, der ſie na⸗ türlich in ihrer Unterredung nicht ſtören wollte, und kein beſonders großes Vergnügen daran finden mochte, in dem engen Gange an der Treppe, an deſſen Decke er die Haare ſeines Huts abfegte, ſich herumzudrücken, in das Parterre⸗ geſchoß des Hauſes hinab, und in die große Wirthsſtube des Elephanten hinein, wo die Treppe endete. Dieſe Stube iſt ſtets voller Tabakrauch, der ſich darin wolkenartig an⸗ häuft; auch iſt ſie nicht wenig mit Bier beſprengt. Auf