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Wir müſſen bei der Schilderung dieſes Theiles ihrer Laufbahn uns kurz faſſen. Gleichwie ich die Myſterien der Freimaurerei nicht beſchreiben kann, obgleich es mich bedünken will, daß ſie ſchier Charlatanerie iſt: ebenſo kann auch ein Uneingeweihter es nicht wagen, die große Welt genauer zu ſchildern, und thut wohl am Beſten daran, wenn er ſeine Anſicht, welche ſie immer ſein möge, für ſich behält.
In ſpäteren Jahren hat Becky oft von dieſer Zeit ihres Lebens, wo ſie ſich in den allerhöchſten Kreiſen der Londoner Faſhion bewegte, geſprochen. Ihr Glück regte ſie auf, machte ſie ſtolz, und langweilte ſie dann.
Anfangs that ſie Nichts lieber, als die hübſcheſten neuen Kleider und Zierathen erfinden und ſich verſchaffen (Letzteres war, beiläufig bemerkt, für eine Perſon von Mrs. Rawdon Crawley's höchſt unbedeutenden Geldmitteln eine Arbeit, die nicht wenig Mühe und Scharffinn er⸗ heiſchte); und dann liebte ſie es, ſich bei feinen Diners einzufinden, wo ſie von hohen Perſonen bewillkommt wurde; und von den feinen Diners weg bei feinen Aſ⸗ ſembléen, wohin dieſelben Leute kamen, mit welchen ſie geſpeist, die ſie am Abende zuvor geſehen hatte, und die ſie an dem darauffolgenden Tage wieder zu Geſichte be⸗ kam — die jungen Männer untadelhaft gekleidet, hübſch eravatirt, mit den netteſten, glänzenden Stiefeln und wei⸗ ßen Handſchuhen — die älteren ſtattlich mit meſſingenen Knöpfen geſchmückt, nobel ausſehend, höflich, und mono⸗ ton — die jungen Damen blond, furchtſam, und in roſa⸗ farbenen Kleidern — die Mütter großartig, überaus ſchön, prächtig, feierlich, und mit Diamanten geſchmückt. Sie ſprachen engliſch, kein ſchlechtes Franzoſiſch, wie in unſern Romanen. Sie ſprachen über die Häuſer, und den Ruf, und die Familien ihrer Freunde und Bekannten gerade in derſelben Weiſe, wie die Joneſes über die Smiths.
Becky's frühere Bekannte haßten und beneideten ſie nun; die arme Frau ſelbſt gähnte im Geiſte.


