Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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fürchten brauche, es werde dieſelbe von nun an die erſte Stelle im Herzen ihres Sohnes einnehmen. Sie war kalt, verſtändig, nicht unfreundlich. Die Mutter hätte es vielleicht nicht ſo gern geſehen, wenn die Nebenbuhle⸗ rin ſchöner, jünger, liebevoller, warmherziger geweſen wäre.

Auf der andern Seite dachte Miß Osborne an die alten Zeiten, und da fiel ihr wieder ſo Vieles ein, und da konnte ſie durch die klägliche Lage der armen Mutter nur zum Mitleid gerührt werden. Sie war beſiegt, und unterwarf ſich, gleichſam die Waffen niederlegend, demü⸗

thig. An dieſem Tage kam man über die Präliminarien des Capitulationsvertrags überein.

An dem darauf folgenden Tage durfte Georgy die

Schule nicht beſuchen, und ſah ſeine Tante. Amalie ließ ſie allein bei einander, und begab ſich auf ihr Zimmer. Sie wollte einen Verſuch machen, wie ihr die Trennung ankäme: — wie die arme, ſanftmüthige Lady Jane Grey die Schärfe des Beils befühlte, das auf ihren Nacken herabfallen, und ihrem zarten Leben ein Ende machen ollte. Unter Beſprechungen, Beſuchen, Vorbereitungen ver⸗ ſtrichen mehrere Tage. Die Wittwe wandte viele Vor⸗ ſicht an, um Georgy die Sache mitzutheilen; ſie glaubte nicht anders, als daß ihn die Nachricht ſehr betrüben würde. Allein er zeigte ſich eher erfreut darüber, — und die arme Frau wendete ſich traurig weg.

An jenem Tage prahlte Georgy mit der Nachricht gegen ſeine Schulkameraden, und erzählte ihnen, wie er nun bald bei ſeinem Großvater, dem Vater ſeines Va⸗ ters, — nicht dem, der bisweilen in die Schule käme, — wohnen, und daß er ſehr reich ſein, und einen Wagen, ſowie einen Pony erhalten, und nun in eine viel vorneh⸗ mere Schule kommen würde; auch würde er, wenn er

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