Teil eines Werkes 
14. bis 19. Bändchen (1851)
Entstehung
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„Der Herr machet arm, und machet reich, er er⸗ niedriget, und erhöhet.

„Er hebet auf den Dürftigen aus dem Staube, und erhöhet den Armen aus dem Kothe, daß er ihn ſetze un⸗ ter die Fürſten, und den Stuhl der Ehren erben laſſe, denn der Welt Ende ſind des Herrn, und er hat den Erdboden darauf geſetzt.

Der Bogen der Starken iſt zerbrochen, und die Schwa⸗ chen ſind umgürtet mit Stärke.“

Dann las er, wie Samuel's Mutter ihm einen klei⸗ nen Rock machte, und ihm denſelben jährlich brachte, wenn ſie herauf kam, um dem Herrn ihr jährliches Opfer darzubringen.

Und dann machte Georgy's Mutter in ihrer holden, ſchlichten Weiſe Commentare über dieſe rührende Ge⸗ ſchichte: wie Hannah, obgleich ſie ihren Sohn ſo ſehr geliebt, ihn dennoch hergegeben; weil ſie es einmal ge⸗ lobt; und wie ſie ſtets an denſelben gedacht haben müſſe, während ſie, ferne von ihm, zu Hauſe geſeſſen, und an dem kleinen Rock gearbeitet: und Samnel habe gewiß ſeine Mutter nie vergeſſen: und wie glücklich dieſelbe geweſen ſein müſſe, als die Zeit herangekommen, (und die Jahre vergingen ſehr geſchwind,) wo ſie ihn habe ſehen, und ſich überzeugen können, wie gut und weiſe er geworden.

Sie ſprach dieſe Worte mit ſanfter, feierlicher Stimme und trockenen Augen, bis ſie zu der Stelle kam, wo ſie einander wieder treffen — da hielt ſie mit einem Male inne, ihr zartes Herz ſtrömte über, ſie drückte den Knaben an ihre Bruſt, wiegte ihn in ihren Armen, und weinte ſtille, heilige Schmerzensthränen über ihm.

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Nachdem einmal die Wittwe ihren Entſchluß gefaßt hatte, fing ſie an, ſolche Maaßregeln zu ergreifen, die ihr zur Erreichung ihres Zieles paſſend ſchienen.

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