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viel zärtliches Intereſſe für ſie an den Tag gelegt — von ihr abgefallen wäre.
Eines Tages, als Alles überaus ſchlimm ſtand — als die Gläubiger drängten, die Mutter in hyſteriſchem Kummer verſunken war, der Vater ſich noch düſterer, denn gewoͤhnlich, zeigte, die Glieder der Familie einander auswichen, und jedes von ſeinem Unglücke und dem Ge⸗ danken darnieder gedrückt war, daß ihm Unrecht geſchehe — waren der Vater und die Tochter zufällig allein bei einander geblieben; und Amalie glaubte ihren Vater da⸗ durch zu tröſten, daß ſie ihm mittheilte, was ſie gethan. Sie ſagte, ſie habe an Joſeph geſchrieben — in drei bis vier Monaten müſſe eine Antwort daſein. Er ſei ſtets großmüthig, wenn er ſich auch bisweilen ſorglos zeige. Er konne nicht umhin, zu thun, was ſie von ihm ver⸗ langt, ſobald er erfahre, in welch' bedrängter Lage ſich ſeine Eltern befänden.
Nun enthüllte der arme alte Herr ihr die ganze Wahrheit — ſein Sohn bezahlte immer noch regelmäßig den Jahrgehalt, den ſeine eigene Unbeſonnenheit verſchleu⸗ dert. Er habe nicht gewagt, es ihr früher zu ſagen.
Er glaubte, Amaliens graſſer und erſchrockener Blick mache ihm Vorwürfe wegen dieſer Verheimlichung, als er mit zitternder, jämmerlicher Stimme obiges Bekenntniß ablegte.
„Ach!“ ſagte er, mit zitternden Lippen, und ſich von ihr abwendend, „Du verachteſt jetzt gewiß Deinen alten Vater.“
„O, Papa! das iſt es nicht,“ rief Amalie, ihm um den Hals fallend, und unzählige Küſſe gebend. „Sie ſind immer gut und liebevoll. Sie hatten dabei gewiß die beſte Abſicht. Es iſt nicht wegen des Geldes — es iſt — o, Du mein Gott! Du mein Gott! erbarme Dich meiner, und verleihe mir die nöthige Stärke, damit ich bei dieſer Prüfung nicht unterliege.“
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